Biobohnen

Dicke Bohnen sind was ganz Feines – wenn man sich überwindet und die unförmigen, äußerlich unattraktiven Schoten ersteht und die aufwändige Zubereitungsprozedur auf sich nimmt:

  • Schoten öffnen und Kerne entnehmen
  • Kerne 6 Minuten in Salzwasser blanchieren
  • Dann die dicke Haut einritzen und die eigentlichen Samen herausdrücken. Geht so ähnlich wie bei Mandeln.
  • Die Samen können dann kurz in Butter geschwenkt oder zum schon vorbereiteten Eintopf gegeben werden.

Am Freitag war es wieder mal so weit – die Lust auf Bohneneintopf in diesem unsommerlichen Sommer überwog die Zubereitungsträgheit und auf dem Münsteraner Bio-Markt erstand ich 1 Kilo der Bohnen. Leider gab es dann zum Abendessen Spaghetti ohne Bohnen, da die guten Stücke Heimstatt von irgendwelchen Schädlingen geworden waren. Es war also inzwischen eine ganze Menge mehr Eiweiß in der Bohne als vorgesehen.

Perfiderweise kann man das von außen kaum erkennen. Die Schädlinge (oder deren Eltern?) bohren sich durch die Schale der Schote mit einer sehr kleinen Öffnung. Erst wenn man die Schote öffnet, sieht man, dass etwas nicht stimmt – am ehesten sieht man es auf der Innenseite der Schote, dort entstehen schwarze Flecken, die ihr Gegenstück auf den Kernen wiederfindet – den Eingang, hinter dem sich dann eine Larve verbirgt.

Dicke Bohne

Kleineren Befall kann man noch wegschneiden, bei mir war es aber so viel, dass ich das ganze Kilo entsorgt habe.

Lesson Learned – heute auf dem Markt habe ich an einem anderen Stand erstmal eine Schote öffnen lassen, um den Befall zu kontrollieren. Diesmal war es besser, so dass es dann morgen einen Bohneneintopf geben kann.

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