Grünes Hühnercurry mit ein paar Palmherzenstücken

Hallo Ihr Mittvierziger, könnt Ihr Euch noch an die Zeit vor Eurer kulinarischen Erweckung erinnern? So Mitte der Siebziger? Als man NUR Büchsengemüse aß? Ist es Euch auch so gegangen, dass ihr manchmal nachts in den Vorratskeller geschlichen seid, um eine Büche ganze Champignons einfach so wegzufuttern? Oder Spargel? Oder zur Not auch grüne Bohnen? Mir ging es so und heute ging es mir wieder so, mit einer Büchse Palmherzen. Eigentlich das Einzige, was ich in Büchsen kaufe, außer Kokosmilch, alle 5 Jahre mal. Jetzt gibt es in diesem schnellen Alltagsrezept eben nur ein paar Palmherzenstückchen…

Grünes Curry mit Palmherzen

Und weil S. heute vor mir essen musste und die Eintopfreste von gestern vertilgt hat, mache ich mir eine Einzelportion.

1 Handvoll Basmatireis

gart in 15 Minuten vor sich hin. Währenddessen schneide ich

1 Stück Porree
die Reste der Palmherzen

in Scheiben. Ich brate

1 TL grüner Curry, selbstgemacht und tiefgefroren in
Kokosfett aus einer kleinen Büchse (nicht schütteln!)

bis die Masse braune Blasen wirft.

Curry anbraten

Dann gebe ich

Flüssigkeit aus der Kokosbüchse
1 EL Fischsauce
1 TL Zucker
etwas Weißwein
etwas Palmherzenflüssigkeit
1 gute Handvoll Hühnerfleisch, gefroren (Reste vom Brühekochen)
das Gemüse

hinzu. Das ganze kocht nun in 10 Minuten gar, zuletzt gebe ich

ein paar Blätter Thaibasilikum
ein wenig Piment d’Espelette

ins Essen und serviere mir ein nettes Alltagsmahl.

6 Antworten auf „Grünes Hühnercurry mit ein paar Palmherzenstücken“

  1. Puhhhh, das ist kein Post für mich, bin noch nicht „Mittvierzig“!!! 😉
    Champignondosen habe ich nie so weggeputzt (allein der Gedanke!;)) aber Mais. Und das mache ich auch heute noch 2 x im Jahr. Eine Dose Mais mit einem fetten Stück Butter, Pfeffer und Salz in der Pfanne durchschwenken. Essen. Herrlich. Am liebsten nachts gegen 4.00 h

  2. @Astrid, gruselig das mit den Dosen, oder? Mais ist wiederum nichts für mich, ist mir zu dominant, der süße Geschmack.
    @Eline, stimmt, Baked Beans sind gemäß Genver Konvention auch noch zugelassene Büchenlebewesen.
    @Hanna, gern geschehen! Das lässt sich gut nachkochen 😉 Manche mögen noch einen Schuss Sherry drin, dann wird es etwas „weicher“

  3. Naja, ich muss zugeben, es ist lange her, da hab ich mal so eine kurzzeitige Sucht entwickelt: Erbsen und Möhrchen aus der Dose in Butter geschwenkt. Aber da schüttelts mich heute, wenn ich dran denke. Zu meiner Entschuldigung: ich war damals 16! da darf man das noch. Ich weiß gar nicht, ob die Gemüsen in der Dose so minderwertig sind, mir gehts alleine schon um die Dose, denn Dosen find ich schrecklich, da krieg ich gleich metallischen Geschmack im Mund *hihi

  4. Na E+M konnte ich nun grade gar nicht leiden. Die Erbsen schaffen es bis heute nicht auf den Teller und die Möhren werden geduldet als farbiges Beiwerk oder als Suppensupporter 😉 Aber Pilze war schon große Klasse. War auch in dem Alter…

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