Linsen-Birnen-Lasagne mit Zander

Sonntag ist Experimentiertag! Mir ist nach dem vielen Fleisch, das ich während meines Münchener Projektexils esse, schon wieder nach Fisch. Und ich wollte ja noch was mit Birnen und Linsen kochen…

Diese Kombination braucht ein wenig, bis sich eine Idee ergibt: Lasagne mit Currylinsen, Korianderbirnen und Paprikasauce. Und dazu den besagten Zander, als Filet gebraten.

Linsen-Birnen-Lasagne mit Zander

Ok, los geht’s. Zuerst koche ich die Linsen:

150g Belugalinsen (die kleinen schwarzen)
1 Knoblauchzehe, feinst gewürfelt
1 nussgroßes Stück Ingwer, feinst gewürfelt

koche ich in gut 25 Minuten gar.

Belugalinsen

Dann salze ich und behalte ein Viertel der Linsen im Topf. Nun gebe ich die Zutaten für die Sauce hinzu:

100 ml Gemüsebrühe
1/2 Becher Creme Fraiche
1 EL Curry (wieder das selbst gemischte)
1 EL Zitronensaft
Pfeffer
Salz

das Gemisch koche ich nochmal 15 Minuten und püriere es dann mit dem Zauberstab. Die restlichen Linsen kommen wieder dazu und das Gemüse harrt nun der Lasagne.

Während die Linsen kochen, bereite ich die Paprikasauce zu.

1 rote Paprika, kleingeschnitten
200 ml Gemüsebrühe

zerschreddere ich gemeinsam mit dem Zauberstab und streiche die Reste durch ein feines Sieb. Ich möchte die Paprikaschalen so loswerden, ohne vorher die Haut abziehen zu müssen. Das gelingt und ich koche die nun feine Sauce 15 Minuten mit 2 TL Stärke. Dann schmecke ich mit

Zitrone,
Salz
Pfeffer
ein Schuss Olivenöl

ab. Nun ist die zweite Sauce fertig. Ein weiteres Füllmittel ist die Korianderbirne. Dazu schäle ich

1 große Birne

und schneide sie in kleine Stücke. Ich erhitze

1 kleines Stück Butter mit
1 TL Zucker,

gebe die Birnen hinen und lasse sie 5 Minuten dünsten. Dann kommt noch

1 TL Koriandersaat, gemörsert
1 Handvoll frische Korianderblätter

hinzu. Jetzt schnell vom Herd, damit der Koriander später noch nach was schmeckt. Zum Schluss drehe ich

130 g frischen Nudelteig (früher mal gemacht und morgens aufgetaut)

durch die Nudelmaschine (bis Stärke 7/9) und schneide 10*15 cm² große Stücke zurecht, die ich einzeln je 2 Minuten koche. Nun ist alles bereit zum Zusammensetzen. Ich hoffe, dass die Lasagnezutaten so formstabil sind, dass ich die Lasagne auf dem Blech machen kann. Zur Unterstützung benutze ich ein paar Tortenbleche, die 2 der Ränder abstützen. Ich schichte also auf ein gefettetes Backpapier (von unten nach oben)

1 Lasagneplatte (die durchs Kochen auf ca. 22*15cm angewachsen ist)
1 dünne Schicht Linsengemüse
1 Lasagneplatte
etwas Paprikasauce
1 dünne Schicht Korianderbirnen
etwas Paprikasauce
1 Lasagneplatte
1 dünne Schicht Linsengemüse
1 Lasagneplatte
die Reste der Birnen

und zum Abschluss belege ich die Lasagne mit

Mozzarella in Scheiben (1,5 Packungen)

Das Ganze kommt bei 200° für 30 Minuten in den Ofen.
Nun kann ich schnell das gröbste Chaos in der Küche beseitigen und 10 Minuten vor Schluss gebe ich

2 Zanderfilets

in die heiße gebutterte Pfanne und brate die auf der Haut kross. Dann schalte ich den Herd aus, drehe den Fisch um und beginne mit dem Servieren. Etwas Paprikasauce ist noch übrig, sie macht sich gut unter dem Fisch.

Geschafft! Und geschmeckt hat’s nach der Schufterei auch. Die Nudeln haben viel vom Gewürz geschluckt, also muss ich noch ein wenig nachsalzen und -pfeffern. Das nächste Mal kann ich mit Curry und Koriander ruhig noch mutiger sein. Und die Menge reicht für drei 😉

Lasagne, 1. Schicht
Lasagne, 2. Schicht
Lasagne, gebacken

10 Antworten auf „Linsen-Birnen-Lasagne mit Zander“

  1. Da bin ich ja beruhigt, dass Du Deine Linsen auch in 25 Minuten gar hast, mir wollte man das ja kaum glauben 😉

    Und Glück hattest Du mit dem Zander, den habe ich am Wochenende nicht bekommen und dann doch tatsächlich ein Kotelett zum Radicchio-Risotte gebraten! Naja, war auch ganz lecker 😉

  2. @all Am meisten hat mich eigentlich die Linsen-Pasta-Kombination überzeugt (ok, ich hab vorher schonmal probiert…) Und die ist ja schon fast wieder traditionell, wenn man mal an die schwäbischen Linsen mit Spätzle denkt 😉

    Und die Paprikasauce ist von Douce Steiner geklaut, sie macht sie zu Fisch. Die hat dem ganzen Stapel nochmal Schwung gegeben.

    @Astrid, Kotelett zu Radicchio-Risotto ist natürlich der Trecker im Blumenbeet. Aber ich denk mal, dass das trotzdem gut passt, wenn man das Kotelett vielleicht ein bisschen italienisert – mit Salbei vielleicht? 😉

  3. Das ist ja ganz was besonderes. Solche Experimente gefallen mir gut. Das mit der Linsenlasagne probiere ich auf jeden Fall aus, das ist eine tolle Kombi.

  4. Heute hab ich’s nachgekocht und muß sagen: Einfach sehr fein. Die Linsen ruhig kräfig mit Curry würzen und auch die Birnen kräfig mit Koriander. Die Hälfte der Linsen hätte bei mir gereicht. Macht aber nix, die restlichen gibt’s am Montag mit Spätzle.

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