Tomatennudeln mit Zucchini und Bohnenkraut

Und schon wieder ein Schuhbeck-Rezept! Neben der aufwändigeren Wochenendküche gibt es auch durchaus Alltagstaugliches. Das folgende Gericht hat mich beim Durchblättern schon aufgrund seiner ungewöhnlichen Gewürzkombination interessiert. Also frisch ans Werk! Beim genaueren Durchlesen fällt leider der erste Fauxpas in diesem Buch auf – die Zutaten für den Nudelteig ergeben zusammen 1 kg für 4 Personen! Das ist wohl nicht ganz richtig. Insbesondere, weil die im Buch angegebenen Saucenzutaten gerade für 2 reichten. Entweder setzt Schuhbeck hier auf homöopathische Gemüsedosis und satte Nudelmenge oder der Teig ist einfach falsch berechnet.

Ich nehme letzteres an und adjustiere die Mengen. Die 600 g Teig, die dann entstehen, werden gedrittelt und ein Drittel – also 200 g – reichen für unsere Abendmahlzeit aus. (Hungrige Esser nehmen 300 g für zwei Personen).

Tomatennudeln mit Zucchini und Bohnenkraut
120 g Hartweizengrieß
250 g Mehl
3 Eier
50 g Tomatenmark
1/2 TL Piment d’Espelette
etwas Zimt

verknete ich zu einem glatten Teig, er ist noch etwas klebrig, aber das korrigere ich beim Ausrollen. Der Teig geht für 30 Minuten in den Kühlschrank.
Dann bereite ich das Gemüse vor:

3 Tomaten
1 kleinere Zucchini (150 g)
6 große grüne Oliven ohne Kern

Die Zucchini würfle ich in kleine Stücke (1/2 cm Kantenlänge), die Oliven ebenso. Die Tomaten werden gehäutet, entkernt und ebenfalls klein gewürfelt. Später (kurz bevor die Nudeln ins Wasser kommen) brate ich die Zucchini heiß 2-3 Minuten in Olivenöl an, so dass sie leicht bräunen. Dann die Tomaten und Oliven dazu, salzen, pfeffern und nur noch kurz durchziehen lassen.

Das Hauptaroma kommt aus der Brühe

200 ml Gemüsebrühe
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
1/4 Vanilleschote
2 Knoblauchzehen, in dünnen Scheiben

Jawohl, Vanille-Knobi! Interessante Kombinationen entstehen hier 😉 Die Brühe koche ich kurz auf, dann auf kleiner Hitze, bis später die Nudeln hinenkommen.

Genau diese sind jetzt an der Reihe. Ich walze den Teig durch die Nudelmaschine bis Stufe 6 von 9 und mache dann Bandnudeln. Das dauert eine Weile, weil die Maschine die Nudeln nicht ganz sauber trennt und man sie nach dem Schneiden auseinanderziehen muss. Ein bemehltes Brett verhindert Zusammenkleben und Nervenzusammenbrüche.

Jetzt ist alles kochfertig:

Gemüse braten wie oben beschrieben
Nudeln in 2-3 Minuten in Salzwasser gar kochen (Schuhbeck besteht auf 1 Lorbeerblatt und 2 getrockneten Chili im Kochwasser), abgießen und in etwas Öl schwenken. Dann in die heiße Brühe geben. Sie verschwindet fast, macht das Essen aber nicht so trocken.
Nudeln in die vorgewärmten Teller geben und Gemüse obenauf.

Sehr aromatisch, in der Tat und wieder wohlausgewogen! Es reicht noch für einen Nachschlag, dann ist alles verputzt.

2 Antworten auf „Tomatennudeln mit Zucchini und Bohnenkraut“

    1. Ja, man muss nur vorsichtig sein. Zu hoch dosiert wird es mir dann schnell zu intensiv und kann so ein Gericht auch kaputt machen. Ist mir mal bei Sahnewirsing mit Lachs passiert, eigentlich ein sehr guter Kandidat für Vanille.

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