Toastbrot mit Lemon Curd

Und wer hat vergessen, das Brot für morgen zu kaufen? Im klerikal angehauchten Münster ist es natürlich undenkbar, am Karfreitag irgendwo Brötchen zu bekommen. Selbst das durch findige Bäcker erfundene “vorher bezahlen und am Feiertag nur abholen ist ja kein Verkauf” wurde zuletzt durch ein Verwaltungsgericht gestoppt. Da muss ich also zur Selbsthilfe greifen und schnappe mir das Buch “Brot für Genießer” von Richard Bertinet, aus dem ich ja hier und da schon einmal nachgebacken habe. Leider gab es auch nirgendwo mehr Hefe! Entweder hatten alle dasselbe Problem oder die österlichen Hefekranzbäcker haben die Regale geräumt. Naja, ein Tütchen Trockenhefe hab ich auch noch rumliegen…

Toastbrot halber Bauhöhe

Der Teig ist einfach, ich halbiere noch einmal die Menge

250 g Weizenmehl Type 550
1/2 Beutel Trockenhefe (3.5 g, im Original: 10 g frische Hefe)
5 g Butter
5 g Salz
25 g Vollmilch
150 g Wasser

Aus diesen Zutaten knete ich den Hefeteig, die geringe Menge läßt sich beim Kneten nicht so gut falten, aber irgendwann ist der Teig fertig. Ich lese nicht genau, sondern falte ihn schon so, wie er später in die Backform kommen soll und lasse ihn gehen. Nach einer Stunde lese ich, dass er erst als Teigstück 1 Stunde gehen soll, dann gefaltet wird und dann nochmal eine Stunde in der Form geht. Nun ja, da war ich zu schnell. Ob es daran liegt oder doch an der schon etwas ältlichen Trockenhefe – so richtig schön aufgehen will der Teig auch nach der 2. Stunde nicht. So wird es denn also ein Toastbrot halber Bauhöhe.

Der Ofen ist auf 250° vorgeheizt, ich gebe das Brot auf die 2. Schiene von unten und decke es mit meiner gußeisernen Grillplatte ab. Nach 20 Minuten kommt die runter und das Brot bräunt noch etwa 5 Minuten, ohne wirklich eine harte Kruste auszubilden.

In der Wartezeit des zweiten Gehens stöbere ich so durch meine “Nachzukochen”-Links und stolpere wieder über das Lemon Curd-Rezept von Aurélie. Soll ich? Die Zutaten sind alle da, also koche ich kurzerhand diese leckere Creme. Leider auch sehr gehaltvoll.

Zum Abschluss des Abends gibt es also nach so viel Fleißarbeit noch frisches selbstgemachtes Toastbrot mit selbstgemachtem Lemon Curd. mmmmm 😉

Lemon-Curd-Toast

7 Antworten auf „Toastbrot mit Lemon Curd“

        1. Danke für den Tipp! Hab ich jetzt auch gleich gemacht. Das nächste Toastbrot mit frischer ist schon etwas besser aufgegangen, aber noch nicht genug. Ich probiere weiter 😉

  1. Kein Brot beim Bäcker? Österreich ist zwar auch katholisch, aber frisches Brot gibt es überall, zumindest in der Stadt.
    Lemon Curd hab ich gerade in Oxfordshire jeden Tag auf Frühstückstoast genossen.

  2. @Robert. @Eline, das war anscheinend eine Ente – heute haben hier die Bäcker sogar auf, wie ich auf dem Weg in den Wald feststellen konnte. Das Verkaufsverbot gilt nur Ostersonntag – unklar genug 😉

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