Star mit Schwächen – der erste Spargel

Es hätte mich stutzig machen sollen – auf dem Markt gestern gab es fast nur griechischen Spargel. Nur an zwei Ständen hab es deutschen. An einem zu horrenden Preisen – 18 EUR pro Kilo, und dort sah er schon nicht mehr so frisch aus. Und bei Eichner, einem der größeren Saisongemüsestände gab es neben Unmengen griechischem Spargel auch welchen vom Niederrhein für 13 EUR. Der sah recht gut aus…

Um es vorwegzunehmen – geschmeckt hat er gar nicht. Fast geschmacklos, teilweise etwas muffig, mit holzigen Stellen, die Köpfe blieben ziemlich hart. Zu lange gelagert? So hatte ich mir den Saisonauftakt nicht vorgestellt – wahrscheinlich ist es nach diesem langen Winter wirklich noch zu früh. Schade allerdings, dass derart minderwertiger Spargel auf dem Markt verkauft wird…

Spargel mit Hollandaise

Aber der Spargelkochprozess sitzt noch! Da wir jedes Jahr bestimmt 10-15 mal Spargel mit Sauce Hollandaise machen, geht die Zubereitung ohne viel Nachdenken und Planen.

  • 1 kg Spargel schälen, Schalen im Spargeltopf schon aufsetzen.
  • 500 g Kartoffeln (Sieglinde, noch vom Vorjahr. Die neuen sind noch zu „blass“ und eh nicht von hier) abwaschen und als Pellkartoffeln aufsetzen.
  • 150 g Butter köcheln und das Fett von der Molke trennen. Ofen auf 80° vorheizen
  • Wenn die Kartoffeln kochen: 3 Eier trennen, Eigelb mit 3 EL Weißwein, Salz und Muskatnuss im Schlagkessel über den kochenden Kartoffeln schaumig rühren. Dabei nach und nach die Butter in dünnem Strahl hinzugeben. Wenn es zu dick wird, ein EL kaltes Wasser dazugeben.
  • 10 Minuten, bevor die Kartoffeln fertig sind, den Spargel ins kochende Wasser stellen. Köpfe bleiben frei.
  • Wenn die Kartoffeln fertig sind: Sauce im Ofen warmhalten, Teller im Ofen vorwärmen, Kartoffeln pellen
  • Schinken auspacken und anrichten
  • Nach 16-18 Minuten Spargel aus dem Wasser nehmen und auf die vorgeheizten Teller geben. Kartoffeln, Sauce und Schinken dazu.

Auf den nächsten Spargel werde ich einen genaueren Blick werfen!

Kartoffeln waschen

6 Antworten auf „Star mit Schwächen – der erste Spargel“

  1. Ich habe hier noch keinen Spargel gesehen. Niederrhein ist gut, nicht aber der Preis und auch noch nicht die Jahreszeit. Ich habe vom letzten Jahr noch welchen eingefroren, der dürfte wie deiner schmecken …
    PS ich bin neugierig 🙂

    1. Eingefrorenen nehme ich immer für Hochzeitssuppe, dafür ist er immer noch gut genug 🙂 Und immer noch besser als der von gestern 🙁

      PS – Ich schick übrigens meine Anmeldung gleich los…

    1. Zu Berliner Zeiten war Beelitzer Spargel immer erste Wahl 🙂

      Zum Glück gibt es ja auch in anderen Regionen ordentlichen Spargelanbau – es fällt mir gerade so auf, dass ich auch immer in einer Spargelgegend gewohnt habe. In Frankfurt war das der Darmstädter und von der Bergstraße, und hier im Münsterland sind wir eigentlich auch gut versorgt. Nur der von gestern war nix.

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