Regen in Rom

Da ist man schonmal in Rom und dann das:

Schon beim Anflug auf Rom fallen die verstreuten, aber hohen Cumulonimbus-Wolken auf – es sieht aus wie bei uns, wenn ein Gewitter bevorsteht. Der Schein trügt nicht, gegen 4 geht es los mit dem Platzregen und dem schwarzen Himmel. Ich flüchte unter eine Bushaltestelle an der Piazza del Risorigmento und schaue dem feuchten Treiben in diesem interessaten Viertel zwischen Vatikan und Tiber zu – die Römer nehmen’s gelassen, die Touristen weniger. Man sieht zahlreiche nasse Gestalten in bunten mülltütenartigen Behängen – sehr pittoresk.

Warum steht das hier? Es muss im kochblog doch ums Kochen gehen oder? Die Auflösung: Ich bin auf dem Weg zum Shoppen. Jutta Lorbeerkrone hat mir den Tipp gegeben, beim „Kolonialladen“ Castroni vorbeizuschauen, eine knapp 80 Jahre alte Institution in der Via Cola die Rienzo 196. Der Laden ist für Stöberfans ein Paradies. Hohe Regale beherrbergen alles, was man sich an italienischen Spezialitäten vorstellen kann. Interessanterweise beschränkt sich das Warenangebot nicht auf Italien, man bekommt auch Thai-Curry, deutsches Roggenbrot aus der Tüte und englische Marmeladenspezialitäten… Aber ich bleibe beim Italienischen und erstehe ein paar ausgefallene Pastasorten: weiße Croxetti, die münzenartig geprägt sind, grüne Foglie (Spinatnudeln in der Form von Olivenblättern) und bunte Cocciolette (kleine bunte Muscheln). Außerdem kann ich nicht widerstehen und nehme noch ein paar salzige Kekse mit Fenchelsamen mit. Zum Glück war der Koffer auf der Hinfahrt schon ohne Reserverplatz voll!

Pasta, diesmal aus der Tüte

Anschließend gibt es noch eine kleine Pizza Napolitana auf die Hand vom Feinkosthändler Franchi nebenan, ebenfalls ein Tipp von Jutta. Eine ganz einfache Speise, aber hier schmeckt sie so wie sie sein muss! Die anderen Theken dort mit frischen Spezialitäten lasse ich aus, ich kann sie nicht nach Hause transportieren!

Was für ein Kontrast zur Hotelküche des Holiday Inn Eur Parco dei Medici, die schlechter nicht sein kann – zähes Steak, lustlose Bedienung, unverschämte Preise.

Das soll’s erstmal sein für den Moment. Ab morgen hat mich meine Konferenz fest im Griff und ich komme erst Freitag wieder zu neuen Erkenntnissen.

2 Antworten auf „Regen in Rom“

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