Gebackener Feta mit Orangen-Zucchini

Sommer, Sommer, Sommer – bei 29° in der Küche fällt es schwer, auf andere Gerichte zu kommen als Melonen-Sorbet oder Gazpacho. Trotzdem gibt es heute etwas aus dem Backofen, was leicht genug ist, um als Sommergericht durchzugehen. Anlass ist ein gutes Stück Schafskäse, der seit einer Woche unseren Kühlschrank bevölkert und nun endlich gegessen werden will. Das Originalrezept stammt aus einer 10 Jahre alten e&t, ich habe es hier aufgrund der aktuellen Vorratslage etwas modifiziert.

Nach dem Backen

Ich schäle

6 kleine festkochende Kartoffeln

und hobele sie mit dem Trüffelhobel in sehr feine Scheiben. kalt aufgesetzt, blanchiere ich sie 6 Minuten und schrecke sie dann ordentlich ab.

1 mittelgroße Zucchini

schneide ich in feine Scheiben und salze sie, um sie etwas zu entwässern.

1 Orange

halbiere ich und schneide zwei dünne Scheiben heraus für die Dekoration. die verbleibenden Hälften presse ich aus.

2 kleine Zweige Rosmarin
1 Frühlingszwiebel, in Scheiben

dünste ich kurz an, gebe den Orangensaft dazu und lasse ihn stark einkochen, bis ein zwiebeliger Sirup entstanden ist.

2 Scheiben Ochsenherztomaten

säbele ich von der Vorratstomate im Kühlschrank herunter.
Nun kann ich alles zusammenstellen.

1 Stück Feta (ca 150 g)

schneide ich diagonal in zwei Teile und gebe das Stück auf die ofenfesten Teller, auf denen schon die Kartoffel- und Zucchinischeiben Platz genommen haben. Obenauf kommt je eine Tomatenscheibe. Den Orangen-Zwiebel-Sirup träufele ich über die Zucchini, die Tomate und die Orangenscheiben, dann würze ich kräftig mit Pfeffer und Salz. Olivenöl drüberträufeln, Alufolie über die Teller und ab in den Ofen. Dort backt das ganze bei 220° für 20 Minuten. Das Garen ist sehr schonend, das Gericht kommt optisch fast unverändert wieder aus dem Backofen zum Vorschein. Wir verspeisen es mit Genuss zu einem Glas halbtrockenen Pfälzer Landwein von Heiner Sauer.

Vor dem Backen

8 Antworten auf „Gebackener Feta mit Orangen-Zucchini“

  1. Klingt lecker! Ich habe meinen Schafskäse gestern mit etwas getrockneten Tomaten in ungarische Spitzpaprika gefüllt und auf dem Herd vor sich hin schmelzen lassen.

    Alte e&t habe ich im regen Austausch mit meiner Mutter. Die wandern Heftsammlerweise immer von a nach b. Großes Kino sind übrigens die über 40 Feinschmecker die ich von Ende 70 bis Ende 80 hier rumliegen habe. Da werd‘ ich wohl ne Retro-Reihe draus machen wenn das Wetter wieder zum richtigen Kochen einlädt und auch etwas nouvelle cuisine verträgt. Ich hol schonmal die großen Teller. 😉

    1. Alte Streitfrage – sortiert man nach Jahrgängen oder nach Monaten? Ich hab dann meine 13 Jahre e&t irgendwann verkauft, da die meisten Rezepze inzwischen online sind.

      1. Die Feinschmecker werd‘ ich wohl nach Realsatirehärtegrad sortieren. Drei tournierte Möhrchen als Beilage auf einem monströsen Nouvelle Cuisine Teller bringen mich unweigerlich zum Lachen. Der Feinschmecker ist am Anfang nur alle paar Monate erschienen, da bietet sich dann eher nach Jahren an. Im Moment stehn die Herrschaften relativ unsortiert in drei Pappschubern. (Original 80er mit Farbklecksmuster.)
        Auf die Idee die ollen Dinger zu verkaufen bin ich noch gar nicht gekommen. Sie waren wegen Platzmangels kurz vorm Müll, haben es dann aber aufgrund des Amüsementpotentials in die Liste der schützenswerten Zeitschriften geschafft. Bin mal gespannt wie wir uns in 30 Jahren über die momentan aktuellen Zeitschriften begackern. 😉

        1. Ja, man sieht bei manchen Rezepten aus dieser Zeit förmlich die Schlaghosen und die langen Koteletten mit auf dem Bild 😀 e&t hat den Vorteil, dass man die schönsten 70er Dekos heute noch immer in den Sammelbänden auf den Bücher-Grabbeltischen kaufen kann! Bin gespannt auf Deine Serie 😉

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