Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat

Jetzt endlich mal wieder – Wiener Schnitzel ganz traditionell. Dazu gibt es einen aromatischen rot-grünen Kartoffelsalat. Ein schönes Katereseen nach der gestrigen Hochzeitsparty, die etwas länger dauerte als geplant…

Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat

Zuerst der Salat:

Ich koche ein Pfund kleine Frühkartoffeln mit Schale und pelle sie. In die noch lauwarmen Kartoffeln, die ich längs halbiere, gebe ich eine Kräutervinaigrette aus 2 EL Gundermann-Brennnessel-Pesto, 1 EL Löwenzahnsenf und einem guten Schuss Olivenöl. Das Ganze habe ich mit dem Zauberstab fein geschnitten. Gut salzen! Dann schneide ich eine Handvoll Schalotten in dünne Scheiben, dünste sie mit 2 TL Zucker weich und gebe dann 3 EL Balsamicoessig und 1 EL Blaubeermarmelade dazu. Das Gemisch kocht ein, bis es zähflüssig ist und wird dann noch ordentlich gesalzen und gepfeffert. Die Zwiebeln rühre ich unter die Kartoffeln.

Die Kalbsschnitzel (je 180 g) klopfe ich flach – und dann passt nur noch eins in die Pfanne. Also nehme ich 2 Pfannen und erhitze je ein ordentliches Stück Butter (50 g) darin. Die Schnitzel wende ich erst in Instantmehl, dann in 2 verschlagenen Eiern, dann in Semmelbrösel und gebe sie gleich in die Pfanne. 5 Minuten auf jeder Seite reichen. S bekommt eine Zitronenscheibe dazu. ich erweitere das Set um Sardellen mit Kapern.

Immer wieder lecker!

15 Antworten auf „Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat“

  1. Zwei Blogger ein Gedanke! Mein Kalbsschnitzel wartete heute auch auf seine Bestimmung: Wiener Schnitzel (welches ich wirklich liebe) oder etwas Freischaffendes. Schlußendlich wurde es zu einer Art Kalbsroulade gefüllt mit getrockneten Tomaten und Büffelmozarella verarbeitet 🙂

    1. Nein ich starte keine Grundsatzdiskussion 😉 Aber Sardelle mit Kapern auf der Zitrone ist ein Klassiker – ob’s “echt” ist oder nicht, darüber streiten sich die Experten…

  2. Wie sind denn Deine Erfahrungen mit Instantmehl? Ich habe es noch nie verwendet.
    Meine Wiener bekommen immer schon Würze ins Ei und werden dann in Butterschmalz ausgebacken. Die Pfanne muss groß sein, damit das Schnitzel hin und her geschüttelt werden kann. Nur wenn das flüssige Fett überall landet, geht die Panade schön auf.

    Die “Wiener Garnitur” ist auch für mich ein unverzichtbarer Bestandteil, egal, wo sie eigentlich ihren Ursprung hat. Ich meine mich zu erinnern, dass wir bei Petra von den “Kulinarischen Momentaufnahmen” mal darüber gesprochen haben.

    1. Ich bilde mir ein, dass man mit Instantmehl eine lockerere Panade hinbekommt, da sich das Mehl durch die feine Körnung besser vom Fleisch löst. Aber vielleicht ist das wirklich nur Einbildung….”Instantmehl” ist ein blöder Name, es ist schlicht doppelgriffiges Mehl 405.

      Du meinst wahrscheinlich den “Kaffeeklatsch”? Petra Foede verweist auf Henriette Davidis, die wiederum von Kapern und Sardellen redet… http://petrafoede.de/wienerschnitzel.html

  3. ad ‘wiener garnitur’
    bei euch in deutschland vielleicht ‘zufällig’ wiener garnitur genannt und irgendwie verbreitet.
    ihr bekommt aber never ever diese garnitur (kapern und/oder sardellen) in österreich zu einem wiener schnitzel. Es sei der koch oder besitzer ist deutscher 😉 .
    Ein Schnitz oder eine Scheibe Zitrone – wenns hochkommt vielleicht noch etwas frittierte glatte petersilie – aber das war es dann schon.
    Ein schnitzel muss beinahe schwimmend in butterschmalz (oder ganz der laten schule in schmalz) ausgebacken werden. kurz und relativ heiß. je 5 minuten auf jeder seite ist definitiv viel zu lang. und butter ist ein absolutes no go, da nicht hoch genug erhitzbar bevor diesse dunkel wird.
    jedem österreicher rollt es die zehennägel auf wenn ein paniertes schnitzel in 2-3 eßlöffel öl/butterschmalz zubereitet wird. das kann nix werden und genau so sehen dann die dinger aus.
    lg
    jürgen aus dem land des schnitzels 😉

    1. Ja, die Wiener Garnitur ist ja anscheinend eine Dortmunder Erfindung, aber nun auch schon über 100 Jahre alt, da muss man sich nicht mehr drüber streiten 🙂

      Mit zunweig Fett bin ich bei Dir, ganz ohne Butter mag ich nicht, das gibt einen feineren Geschmack finde ich. Ich hab die Balance ganz gut raus, gerade heiß genug fürs Schnitzel und noch nicht zu heiß für die Butter.

      Wahrscheinlich einigen wir uns am besten darauf, dass ein “Wiener Schnitzel” in Deutschland was anderes ist als ein “Schnitzel aus Wien” 😉

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