Radicchio-Feigen-Quinoa

Manchmal ensteht die Idee zu einem Gericht wie ein Crescendo – erst ist der Wunsch nach einer Zutat da, und während sie schon in Bearbeitung ist, kommen erst nach und nach die weiteren Bausteine dazu, ohne Planung, sondern aus einer natürlichen Harmonie – und um die lyrische Komposition wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen: manchmal schlicht aus den häuslichen Vorräten, die verbraucht werden müssen, Das Ergebnis ist nicht vorhersehbar und oft – nun, „interessant“. Manchmal ist es jedoch großartig, so empfand ich es bei diesem schnellen kleinen Mittagsgericht „for One“.

Radicchio-Feigen-Quinoa

1/2 Tasse Quinoa

setze ich heiß gespült mit Wasser auf (Quinoa hat eine Schutzschicht aus Saponinen um die Körner, die schnell bitter sein können, daher vorher heiß abspülen) und koche die Körner in ca 12 Minuten bissfest. In der Zeit schneide ich

1 rote Zwiebel
1/2 Kopf Radicchio

in Scheiben. Die Zwiebeln dünn, den Radicchio knapp 2 cm dick, damit die Scheiben beim Braten nicht auseinanderfallen. Genau das widerfährt nun dem Gemüse. Erst dünste ich die Zwiebeln in Olivenöl halbwegs weich, dann schiebe ich sie zur Seite und gebe die Radicchioscheiben in die Pfanne. Sie braten dort für einige Minuten bis sie heiß sind und ein wenig Farbe angenommen haben.
Es fehlt noch was, zu viel Bitterstoffe und trocken ist es auch noch… Ich gebe

2 EL Dattel-Klacks (wer nicht in Bioläden kauft, kann auch einfach Apfelkraut nehmen)
1/2 TL Piment d’Espelette
1 EL Balsamico
Salz

auf die Zwiebeln und verrühre das Gemisch. Der Quinoa ist gar und kommt ebenfalls dazu. Schon nicht schlecht.
Jetzt ab auf den Teller und die Radicchioscheiben darauf. Da fehlt immer noch was.

2 kleine Feigen

werden geachtelt und über das Gericht gestreut, darauf kommt dann noch einmal

1 EL Balsamico (vom Guten)

So schmeckt’s! Großartig sogar, das Rezept kommt in die Ewigenliste. Und gesund ist es auch noch 🙂

4 Antworten auf „Radicchio-Feigen-Quinoa“

  1. hallo martin,

    es hört sich gut an. mit quinoa habe ich auch schon erste versuche gemacht, aber die funke ist (noch) nicht rübergesprungen.

    aber das musst du mir noch erklären:
    „Sie (die raddichio-scheinben) braten dort für einige Minuten bis sie heiß sind und ein wenig Farbe angenommen haben.“ bei mir werden die raddichios beim braten immer blaß….

    1. Orsi, Quinoa ist bei mir auch relativ neu, aber ich glaub ich mag das lieber als Couscous oder Bulgur. Zum Radicchio: ich brate ihn immer etwas stärker an. Stimmt, die rote Farbe geht etwas weg, aber dafür werden sie leicht gebräunt.

  2. Dieses Rezept wurde soeben nachgekocht und mit großem Vergnügen gegessen. Der Jahreszeit halber half ich mir mit Blutorangen statt der Feigen aus. Eine Entdeckung für mich ist auch das Dattel-Klax, das ich noch nicht kannte und mir für dieses Rezept im Bioladen extra besorgte. Herzlichen Dank!

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