Rübenchips

Diese komischen kleinen gelben Dinger im Bioladen haben mich schon immer interessiert, aber die Hemmschwelle war immer zu groß – zu sehr steckte mir noch die Erinnerung an einen total missratenen Steckrübenauflauf in den Knochen. Nun habe ich es endlich mal gewagt und habe vier von diesen Wurzeln gekauft. Was tun damit? So richtig traue ich der Sache nicht, also erstmal probieren. Roh sind sie ein bisschen zäh, nicht holzig aber kurz davor, schmecken wie eine Mischung aus Kohlrabi und Rettich. Zur Not ginge geraspelte Rohkost, wenn man viel Creme Fraiche oder so dazu nimmt – aber danach steht mir nicht der Sinn.

Butterrüben in Scheiben

So hobele ich die geschälten Knollen in dünne Scheiben und beginne damit, sie in der Pfanne in ein wenig Fett zu dünsten. Besser, die Zähigkeit verliert sich etwas, ebenso die ätherischen Öle, die für den rettigen Geschmack sorgen. Gar nicht so schlecht. Und wenn man nun Chips daraus machen würde? Ich erhöhe etwas die Hitzezufuhr, bis sich die dünnen Scheiben nach oben wölben. Dann einmal drehen, salzen und pfeffern, und dann raus aus der Pfanne, auf Zewa, um das überschüssige Fett loszuwerden.

Rüben in der Pfanne

Dann kommen die Scheiben in den Backofen auf ein Blech mit Backpapier, dort trocknen sie bei 90° Umluft ca 2 Stunden, bis sie braun, zusammengeschrumpft und knusprig sind. Der Geschmack wird immer intensiver, etwas weniger Salz und Pfeffer wäre auch ok gewesen.

Und weil es gerade so schön ist, experimentiere ich gleich noch mit einer halben Pastinake, die noch im Gemüsefach liegt, weiter. Geht auch gut – vor allem die Varianten mit Kurkuma oder geräuchertem Paprika. Es kommt echtes Chips-Feeling auf 🙂

Rübenchips

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