Kinderkompatibler Gemüsegratin

Die Frage aus dem letzten Artikel bleibt – warum isst das Kind nicht? Vielleicht ist die Alltagsernährung trotz saisonal-frisch-regional einfach zu langweilig? Farbe muss her! Außerdem soll es natürlich so schmecken „wie immer“, wobei Überraschungen wie eine knusprige Gratinkruste auch gerne genommen werden.

Ich versuche mich also an einem Gemüseauflauf, zu dem die Leek Lizards und einige Kompagnons beitragen.

Gemüsegratin

Ich koche ein Pfund Pellkartoffeln und schneide 1 große Möhre, 4 sehr kleine Lauchstangen, 3 große Champignons in kleinere Würfel. Das Gemüse dünste ich in der Pfanne weich, als Gewürze füge ich Bohnenkraut, Muskatblüte, süßen Paprika, Pfeffer und Salz hinzu. Die Kartoffeln stampfe ich gepellt grob und gebe 1 EL Margarine und Salz hinzu. Dann rein in die Pfanne mit den Stampfkartoffeln und alles schön durchrühren. Es gibt eine zusammenhaltende, aber nicht sehr klebrige Masse, die sich mit Servierringen gut aufs Backblech (mit Backpapier) verteilen lässt. Obenauf kommt die Krümelkruste. Dazu mische ich grob geriebenes trockenes Brot mit ordentlich Margarine, Salz und getrockneten Brennnesselfrüchten, bis eine krümelige, aber noch zusammenhaltende Masse entsteht. Die drücke ich portionsweise in Scheiben, die genau auf das Gemüse-Kartoffel-Gemisch passen.

Mittlerweile ist auch der Ofen auf 200° vorgeheizt und der Gratin kommt für 15 Minuten hinein. Er ist dann noch ein wenig blass um die Nase, so gebe ich nochmal ein wenig Margarine drauf und schalte den Grill für ein paar Minuten an.

Lecker!

Panzanella

Das Rezept hat sich schon neulich auf den Chnland-Teller gemogelt, dabei ist es ur-italienisch. Deswegen bekommt es auch eine eigene Bühne… Es stammt auch aus dem Sophia-Loren-Buch, die dieses Gericht seit ihrer Kindheit wahrscheinlich auch nicht mehr gegessen hat – es ist ein typisches Armeleute-Essen. Einen Haken gibts – ich habe kein „altbackenes italienisches Landbrot'“, wie das Rezept es vorschreibt. Also ignoriere ich das und nehm den Bio-Sonnenblumenkanten, der nun schon seit Freitag im Brotkorb vor sich hin dörrt…

Panzanella

altes Brot

in dicke Scheiben schneiden, dann in Wasser 20 Minuten einweichen. Leicht ausdrücken und in eine Schüssel geben. Mit

1-2 Schuss Olivenöl

begießen. Dann reibe ich mit der Microplane-Reibe noch

1 Knoblauchzehe

darüber. Nun kommen Pfeffer und Salz darauf, dann

reife Tomaten (ich habe Ochsenherztomaten genommen),

fein gewürfelt. Abschließend

1 EL guter Balsamico
1 Handvoll Kräuter, gehackt (hier: Basilikum Oregano, Minze)

Das ganze ruht bei Zimmertemperatur noch ca. 1 Stunde, dann kann man es essen.
Es schmeckt auch mit Vollkornbrot! Der typische Vollkorngeschmack ist weg. Trotzdem kann ich glauben, dass es mit leichterem Brot auch „leichter“ wird…