Spargel, Hollandaise, Lachs, Kartoffeln: Luxuspizza

Der Mai ist gekommen – pünktlich zum Tag der Arbeit lockt uns strahlendes Frühlingswetter hinaus in den Garten. Das erste Draußenessen ist endlich möglich! N. wünscht sich Kartoffelpizza, die soll es wieder mal geben. Allerdings fehlt der dazu nötige Mozzarella, so improvisiere ich mit den Zutaten zum eigentlich geplanten Spargelgericht.

Luxuspizza

Aber zunächst ist der Teig dran: 400 g Dinkelmehl 630, 1/2 Würfel Hefe, 1 TL Salz, 250 g Wasser verknete ich schnell mit der Hand zu einem elastischen Teig. Der geht eine Weile im Backofen bei 35°, derweil bereite ich die anderen Zutaten vor.
600 g Kartoffeln schäle ich und schneide sie in kleine Würfel, ebenso ein Pfund weißen Spargel. Die Köpfe werden längs halbiert. Die Kartoffeln kommen in eine Pfanne und braten 10 Minuten, der Spargel in einer anderen für 5 Minuten. Aus 125 g Butter, zwei Eigelb und einem Schuss weißen Balsamico bereite ich eine schnelle, dicke Hollandaise zu. Ein paar Scheiben Räucherlachs (Bio, der ist nicht so salzig) schneide ich ebenfalls in kleine Stücke, genauso wie ein paar Scheiben Schinken und milden Ziegenkäse. Dann kommt alles in Schälchen auf den Küchentisch, ebenso wie die Gewürze: Pfeffer, Salz, Majoran, Estragon, selbstgemachtes Bärlauchsalz.

Pizzaclaims

Der Teig ist gut geworden, ich kann ihn nun ausrollen und auf ein gefettetes Blech legen. Der Teig wird sorgfältig geviertelt markiert, um späteren Gebietsstreitigkeiten entgegenzukommen. Dann kann jeder aus der Bande sein Viertel mit den Zutaten nach Wahl belegen. Bei den Erwachsenen ist es die Kombination aus Kartoffel, Spargel. Lachs, Hollandaise und Ziegenkäse, die für höchste Zufriedenheit sorgt, die Kinder bevorzugen das Ganze spargel- und fischfrei und nehmen lieber den Schinken dazu.

Das belegte Blech kommt bei 200° Pizzastufe (oder Ober/Unterhitze, keine Umluft) auf der 2. Schiene von unten in den Ofen und bäckt dort knapp 20 Minuten. Dann ist der Käse geschmolzen, die Hollandaise noch ein wenig flüssig und die Aromen verbinden sich genial.
Luxuspizza!

Gratinierter Spitzkohl mit Pici Arrabiata

Das letzte selbstgekochte Essen in diesem Jahr – ab morgen bleibt die Küche kalt.
Ich habe noch einen kleinen Spitzkohl im Kühlschrank, außerdem 3 größere Champignons. Und eine angebrochene Tomatensauce Arrabiata, die dran war, als es mal schnell gehen musste. Was tun damit?

Spitzkohl mit handgerollten Spaghetti

Pasta dazu wäre nicht schlecht, also knete ich kurz einen kleinen Nudelteig aus 100g Hartweizengrieß, einer Prise Salz und einem Ei. Der Teig ruht für eine halbe Stunde in Klarsichtfolie bei Zimmertemperatur.

Seit meinen Chicoree-Experimenten bin ich gerade auf dem Überbacken-Trip. Also schneide ich die Pilze in kleine Würfel, ebenso wie eine Scheibe Graubrot ohne Rinde. Beides brate ich kurz in der Pfanne an, würze mit Salz, Pfeffer, Estragon und gebe so viel Sahne hinzu, wie das Gemisch gerade aufnimmt.

Der Spitzkohl wird mit Strunk geviertelt und für 3 Minuten in sprudelnd kochendem Wasser blanchiert. Dann raus damit, abschrecken, vorsichtig das Wasser ausdrücken und auf ein Blech geben. Nun kann ich den Strunk und ein paar der Herzblätter entfernen, so dass ich die Pilzmischung aufbringen kann.

Der Kohl kann ein wenig stehen, während der Herd auf 200° aufheizt und ich aus dem Nudelteig Pici (handgerollte Spaghetti) mache – ich bin zu faul, die Nudelmaschine aufzubauen, so geht es schneller. Die dicken Spaghetti kochen länger als gedacht – 12 Minuten brauchen sie. Das passt allerdings zum Kohl, der mittlerweile im Backofen ist. 15 Minuten bäckt er dort und bekommt zum Schluss noch eine Portion Grillhitze ab.

Schnell noch die Sauce heiß gemacht und auf die Teller mit dem Essen. Sehr fein!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch!

Gebratene Semmelknödel mit Estragon-Champignons

Es muss mal wieder schnell gehen – nach einem Renovierungswochende (ja, immer noch!) ist es spät geworden und es gibt Resteverwertung.

Gebratene Semmelknödel mit Estragon-Champignons

Im Kühlschrank lagern noch ein paar gekochte Semmelknödel und ein paar Pilze. Alles wird in Scheiben geschnitten, und in ordentlich Fett in der Pfanne gebraten. Zu den Champignons kommt etwas Estragon, sonst nur Pfeffer und Salz.

Während die Knödelscheiben knusprig werden und die Pilze gar, hole ich schnell im Garten etwas Pflücksalat und ein paar Radieschen. Letztere werden schnell gehobelt und mit einer Feigensenf-Olivenöl-Vinaigrette versehen. Der Salat ist schon gut gewachsen, die Blätter sind groß und mir zu schade zum Zerstückeln. So landen sie dekorativ auf dem Teller. Die Knödel bestreiche ich jeweils mit ein wenig Frischkäse und gebe je einen Teelöffel Champignons darauf.

Schnell und Lecker!

Und nur noch 5 Tage bis zur Arbeitsplatte 🙂

Tagliatelle mit Röstgemüse

Da ich meinem Kühlschrank gerade Diät verpasst habe – er quillt fast über und muss nun endlich mal geleert werden – suche ich mir Zubehör für ein leichtes Abendessen. Ein Rezept aus den Rockies sprach mit neulich beim Blogsurfen an. Geröstete Zucchini, mal was anderes. Ich habe es ein wenig modifiziert, so kommt es mir leichter vor.

Tagliatelle mit Röstgemüse
Zur

Zucchini,

die ich tatsächlich noch in der Gemüseschublade finde, gebe ich außerdem noch dazu

1 kleine Sellerieknolle (faustgroß)
3 Frühlingszwiebeln
1 Stücken durchwachsenen Speck (40 g etwa)
1 halbe Handvoll Estragonblätter
3 Tomaten

naja, so viel hat der Kühlschrank noch nicht abgenommen! Trotzdem belasse ich es dabei.
Zucchini und Sellerie schneide ich in streichholzgroße Stückchen und gebe mit etwas Öl und Salz auf ein Blech mit Backpapier und röste sie im Ofen für ca 25 Minuten bei 200°.

Inzwischen setze ich Nudelwasser auf und blanchiere die Tomaten. Sie werden gehäutet, entkernt und gewürfelt. Der Speck endet in hauchdünnen Scheiben in der Pfanne, wo er zuammen mit den Frühlingszwiebeln bei höherer Hitze anröstet. Kurz vor den Nudeln gebe ich den klein gehackten Estragon dazu.

200 g Tagliatelle

koche ich nach Anleitung und gebe sie zusammen mit den gerösteten Gemüse und den Tomaten in die Pfanne. Schnell auf vorgewärmte Teller und Pecorino darüber gehobelt! Das Röstaroma des Gemüses passt gut zum Estragon. Ein ewnig Olivenöl macht das ganze etwas geschmeidiger, so ist dem Genuss nichts mehr im Wege!

Zum Nachtisch gibt es Sommer-Tiramisu à la Jutta zusammen mit halbgetautem Erdbeereis à la Andreas, alles Reste vom Wochenende. Also noch mehr Kühlschrankdiät, in dieser Kombination ausgesprochen köstliche!

Kräuter-Reiswaffeln mit Gazpacho-Eis

Ist es draußen schwül und heiß,
hilft Dir nur Gazpacho-Eis!

Ihr seht, die Hitze wirkt langsam hirnzersetzend, und die Steigerung der in den letzten Wochen vielverblogten kalten Gemüsesuppe ist logisch, oder?
Ich klau mir ein Suppenrezept von Cucina Piccina (dankeschön!), weil es schon eine Zutat enthält, die ich passend finde für die Eisvariante – Melone! Ich übernehme das Rezept fast identisch

Gazpacho-Eis mit Kräuter-Reiswaffel

1 Minigurke
je eine kleine rote und gelbe Paprikaschote
1/2 große grüne Paprikaschote
9 reife Rispentomaten
1 kleine Karotte
1 kleine Fenchelknolle
2 rote Frühingszwiebeln, etwas Grün für die Deko aufheben
3 kleine Knoblauchzehen
400 ml Gemüsesaft
2 EL Olivenöl
1 TL Piment d’Espelette
1 Schuss Weißwein
1/4 Wassermelone
ordentlich Salz, Pfeffer
1 Zweig Estragon
1 kleine Kelle Invertzucker

alles wird geschält, entkernt, geputzt, gehäckselt und dann mit dem Zauberstab püriert. Den Paprika grille ich im Ofen, das gibt ein bisschen mehr Aroma und ich kann die Haut abziehen. Und dann erstmal für 30 Minuten in den Tiefkühler, damit die arme Eismaschine nicht so stöhnt nachher.

Der Waffelteig ist improvisiert:

150 g gekochter Basmatireis vom Vortag
2 Eier
1/4 l Milch
2 kleine Zweige Rosmarin, fein gehackt
2 Handvoll Basilikum, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, mit der Microplane fein gerieben
8 gute EL doppelgriffiges Mehl 405
1 TL Natron
Muskat
Salz
Pfeffer

Die als “Sauce” dazu geplante Guacamole fällt aufgrund steinharter Avocado aus. Ich mische stattdessen

1 Becher Creme Fraiche
Saft von 1 Limette
1 EL Rohrzucker

das passt hervorragend, die Säure ergänzt das Gemüseeis perfekt.

Als ich anfing, waren 34 Grad draußen. Zwischendurch war Weltuntergangsgewitter und nun sind es 19. Das Eis war trotzdem “erste Sahne” 😉 Leider hab ich zuviel davon gegessen…

Terraginas Blog-Event "Sommer-Lieblings-Rezepte"

Birnen-Trauben-Mafaldine mit Gorgonzola und Garnelen

A hard day’s night – nach einem anstrengenden Meeting-Tag, dem dritten in Folge, brauche ich abends ein schnelles, entspannendes Essen, das mich auch wieder ein wenig mit Energie versorgt. Ich habe vom letzten Großmarktbesuch Mafaldine mitgebracht, eine Kräuselrand-Bandnudel. Die kriegt man hier im Supermarkt sonst nicht, daher die Neugier. Dazu mach ich den Kühlschrank leer, einige Vorräte sind überfällig.

Birnen-Trauben-Mafaldine

Ich nehme

1 kleinen Brokkoli-Kopf

und schneide die Röschen ab. Den Stiel benutze ich auch, ihn schneide ich in sehr dünne Scheiben. Beides blanchiere ich im bereits kochenden Nudelwasser wenige Minuten. Währenddessen putze ich

1 Birne, geschält und in Stücke geschnitten
ein wenig Estragon
eine halbe Handvoll Trauben, ohne Kern, halbiert.

Nun gebe ich

250g Mafaldine

ins kochende Wasser, sie müssen 9 Minuten kochen, so dass ich genug Zeit zur Zubereitung der Sauce habe.

Mafaldine

100g rohe Bio-Garnelen

die ich noch eingefroren hatte, taue ich an und brate sie bei hoher Hitze. Dann kommen sie raus aus der Pfanne und ich dünste kurz das Obst und Gemüse darin, zusammen mit

150g Gorgonzola, in Stücken
1 Schluck Sahne
1 Schluck Weißwein
Salz
Weißer Pfeffer.

nun die Garnelen wieder rein, schnell durchschwenken und auf die mittlerweile abgegossenen Nudeln geben. Mit ein wenig Rucola garnieren, fertig ist das gewünschte Energiemahl.

Champignon-Panna-Cotta

Die Vorspeise zum heutigen Dinner ist ein wenig außergewöhnlich. Inspiriert vom Champignonwiese-Artikel in der aktuellen Ausgabe der Effilee, habe ich aus einem Teil der gestern gekochten Hühnerbrühe eine Champignonessenz erstellt. 1. Aufguss:

500 ml kräftige Hühnerbrühe
6 mittelgroße braune Champignons, grob geschnitten
etwas weißer Pfeffer
1/4 TL getrockneter Estragon (nicht mehr!)
2 Knoblauchzehen, geviertelt

kurz aufkochen, dann eine Stunde ziehen lassen und passieren. 2. Aufguss:

Brühe vom 1. Aufguss
8 mittelgroße braune Champignons, grob geschnitten

kurz aufkochen, dann eine Stunde ziehen lassen und passieren. Den 3. Aufguss spare ich mir. Ich reduziere die Brühe, bis es Demi Glace ist.

Nur was damit tun? Ein Teil davon wandert in eine Panna Cotta, der Rest verbleibt im Kühlschrank für künftige Freuden.

Panna Cotta mit Salat

Panna Cotta ist einfach. Folgendes muss 15 Minuten köcheln:

200 ml Schlagsahne
2 Messerspitzen Piment d’Espelette
2 Prisen Salz
1 Prise Muskatnuss

Derweil bereite ich die Portionsschüsseln vor. Ich nehme dazu 4 Eierbecher, die ich kalt ausspüle. Als Dekoration brate ich

4 dünne Champignonscheiben

kurz in Butter an und lege sie seitlich in die Eierbecher.

1 Scheibe Gelatine

weicht in kaltem Wasser für ein paar Minuten. Dann löse ich sie in der Sahne auf und fülle die erste Hälfte der Sahne in die Eierbecher. Nun gebe ich ca. die Hälfte der Chmpignonessenz in die restliche Sahne und verrühre alles. Vorsichtig schütte ich die Masse nun auf die erste Schicht in den Eierbechern. Eigentlich sollte die zuerst fest werden, aber so viel Zeit habe ich heute nicht.

Die künftige Panna Cotta

Nun schnell in den Kühlschrank damit, denn die Vorspeise soll heute noch vertilgt werden und 2 Stunden Wartezeit sind schon mindestens notwendig.

Ich richte die Panna Cotta mit einem Sträußchen Postelein und Rauke sowie Cherrytomaten mit ein wenig Balsamico-Wildräuteröl-Vinaigrette an.

Alltagsküche – Rosenkohl-Maccaroni-Auflauf

Wieder mal ein Maccaroniauflauf, diesmal in einer jahreszeitlich angemessenen Form.
Ich nehme, was ich so an Resten aus dem Kühlschrank fische.

Vor dem Backen
Nach dem Backen

ca 15 Rosenkohlköpfchen, in einzelne Blätter zerpflückt (so wird der Kohl ganz zart)
ca 15 Champignons, geachtelt
eine Knoblauchzehe, klein geschnitten
6 getrocknete halbe Tomaten

dünste ich in einiger Butter weich und ergänze mit

1 gutem Schuss Weißwein
1 Becher Creme Fraiche
1/2 TL getrockenetem Estragon
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Dazu koche ich

200g Maccaroni

und fülle alles in eine Quiche-Form. Ein wenig Käsereste

geriebener Emmentaler
ein paar Stücke Gorgonzola

obendrauf und für 15 Minuten in den Backofen, zuerst bei 200°, dann die letzten 5 Minuten unter den Grill.

Der Estragon macht das ganze vom Geschmack her leicht, es ist gar kein Winteressen mehr 😉

Hasenkeule mit Estragon-Knödeln

Der TK-Schrank muss mal wieder umgeschichtet werden. Da entdecke ich doch gestern zwei Hasenkeulen vom Frühjahr! Bis heute sind sie aufgetaut. Wie zubereiten? Klassisch mit Rotwein, Wacholder, Speck? Nö, diesmal fast ebenso klassisch mit Estragon-Senf. Also schnell anbraten, 1 Handvoll Estragon kleinhacken, mit Senf und selbstgemachtem Selleriesalz vermischen und die Keulen damit einschmieren.
Dann mit einer kleingeschnittenen Zwiebel zurück in die Pfanne, 1/4 Weißwein dazu und Deckel drauf. 80 Minuten garen. Die Keulen warmstellen und die Sauce durchsieben, einkochen und mit Sahne versehen.

Dazu die Estragon-Knödel aus der aktuellen e&t, aus Brotwürfeln (ich habe Vollkorn-Ciabatta genommen, ging gut), Stampfkartoffeln, Bergkäse, Milch, Ei, ebenfalls Estragon. Das Ganze ergab einen schön festen Teig, aus dem sich leicht Frikadellen formen ließen. Kurz in den Kühlschrank, dann ließen sie sich in der Green Pan wunderbar braten.

Dazu ein bisschen Kürbisgemüse: Suppengrün und Knobi sehr klein würfeln, andünsten und mit Sahne weich kochen. Ein Stück Kürbis fein hobeln und 5 Minuten in der Sahne kochen.

Hasenkeule
Hasenkeule