Wolfsbarschfilet mit Fenchelsalat

Beim Kochbuchblättern fällt mir Björn Freitags Sterne-Snack-Buch in die Hand. Nette Sachen, auch wenn mir „Sterne“ teilweise ein bisschen hoch gegriffen scheint… Da uns heute ein ruhiger Abend bevorsteht, kann es auch mal wieder was Nettes zu essen geben. Ich entscheide mich für Dorade mit Fenchelsalat, sollte schnell gehen und Fenchel ist ja einer meiner Favoriten.

Wolfsbarschfilet mit Fenchelsalat

Gesagt, getan – nur hat ausgerechnet heute der einzige Fischhändler weit und breit keine Doradenfilets 🙁 Aber zum Glück liegt da noch ein einsamer Wolfsbarsch auf dem Eis – der wird kurzerhand geschnappt und filetiert. Der Rest ist einfach:

1 Knolle Fenchel mit dem Trüffelhobel in feine Streifen hobeln, mit einer Vinaigrette aus 2 EL weißem Balsamico, 2 EL Olivenöl, Pfeffer, etwas Zucker, etwas Fenchelsaat und einer ordentlichen Prise Olivensalz anmachen. dazu kommen zwei kleine Scheiben luftgetrockneter Schinkenspeck, in kleine Stücke geschnitten. Abdecken und für 30 Minuten in den Kühlschrank.

Die Filets entschuppe ich nun noch, ziehe die letzten feinen Gräten heraus und trockne die Stücke gut ab. Dann mehlieren und ab damit in die Pfanne. 5 Minuten bei guter Hitze auf der Hautseite, dann ausschalten und für 2 Minuten noch umdrehen. Alles auf einem Teller anrichten, ein paar Tropfen des schwesterlichen Chili-Vanille-Öls auf den Fisch und fertig ist das lecker-leichte Abendessen 😉 Dazu gibt es geröstetes Oliven-Ciabatta.

Steinpilze mit Fenchelsaat

Nach der Kürbisprozedur am letzten Wochenende war dann da noch der Korb mit den Steinpilzen… Mal abgesehen davon, dass der Kilokorb mit Steinpilzen beim Nachwiegen zuhause nur 850 Gramm hatte, waren die Pilze ausgezeichnet. Ein paar hab ich eingelegt, den Rest dann kurz und einfach zubereitet. Ein schnelles Gericht für Zwischendurch…

Steinplze mit Fenchelsaat

Für eine Person:

300 g Steinpilze in Traubenkernöl scharf anbraten, nach 2 Minuten je nach Geschmack konfierten Knoblauch (ich hab 3 Zehen genommen) und 1 TL Fenchelsaat dazugeben. Nebenher eine Scheibe Graubrot knusprig rösten und mit dem Knoblauchöl beträufeln, salzen. Zum Essen mit glatter Petersilie anrichten.

Guten Appetit!

Steinpilze

Gegrillte Hühnerbrust mit Mini-Gewürzkartoffeln und Fenchelsalat

Endlich kommen die neuen Kartoffeln aus dem Münsterland! der nasskalte Frühling hat für ordentliche Verspätung gesorgt, aber nun gab es gerade die ersten, darunter noch sehr winzige. Das erinnert mich an ein Kartoffelrezept aus „Vegetarisch kochen für Gäste“. Dort sieht die Autorin die Minikartoffeln als Finger Food vor – ich nehme sie als Beilage für ein gegrilltes Stück Hähnchenfleisch.

gegrillte Hähnchenbrust mit Mini-Gewürtkartoffeln und Fenchelsalat

Zunächst mariniere ich die

2 Hähnchenbrustfilets.

Es sind große Stücke, daher lege ich sie nicht nur in gewürztes Öl, sondern lege auch

2 Knoblauchzehen in dünnen Scheiben
1 Stück Ingwerwurzel, geschält und in dünnen Scheiben

in die Mitte der Filettaschen. Diese Scheiben entferne ich vor dem Essen wieder, sie werden nicht wirklich weich. Aber sie geben Aroma ab. Da Öl vermenge ich mit

Fenchelsaat, grob gemörsert
Aniskörner, grob gemörsert
Pfeffer, grob gemörsert
Thymian

Da Huhn zieht für ca. 30 Minuten, bevor es in die Grillpfanne kommt und dort für ca. 15 Minuten insgesamt vor sich hin brät. Der Ofen wird vorgeheizt auf 220°, und nun koche ich

500 g Minikartoffeln

in der Pelle für 5 Minuten in gut gesalzenem Wasser. Dann lasse ich sie in einer ofenfesten Schale abdampfen und vermenge sie mit einer Gewürzpaste aus

1/2 EL Koriandersamen, gemörsert
1/2 EL Kreuzkümmel, gemörsert
1/4 TL Kurkuma, gemahlen
1/4 TL Piment d’Espelette
1/2 TL selbstgemachtes Selleriesalz
2 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig

Die Schale kommt nun für gut 15 Minuten in den Ofen, bis die Kartoffeln gar sind.
Für den Salat hobele ich

1 Fenchelknolle

in sehr feine Scheiben und vermenge sie sofort mit einer Vinaigrette aus

3 EL Holunderblütenessig
3 EL Olivenöl
Fleur de Sel
Pfeffer

über den Salat kommt später etwas gehacktes Fenchelgrün als Deko.
Abschließend produziere ich noch Sauce aus

Joghurt
die Gewürzreste aus der Kartoffelschüssel

Alles anrichten – fertig ist ein sehr würziges Abendessen. Besonders freut mich, dass der Holunderblütenessig so schön mit dem Fenchel harmoniert…

Holunderblütenessig

Couscous-Zucchini-Puffer mit Salat

Restessen mit dem übrigen Couscous von gestern:

Couscous-Zucchini-Puffer mit Salat

75 g Couscous
eine kleine Zucchini, geraspelt
2 EL Holundersirup
1 Ei
1 gehäufter EL Mehl
gut Salz
1 TL Fenchelsaat
eine Handvoll Bärlauch, klein geschnitten
ein kleines Stück Ingwer
1 TL getrockneter grüner Pfeffer, gemörsert

Alles zusammen mischen und in ordentlich Öl ausbraten. Dann auf Küchenpapier entfetten und mit Salat und einer Sauce aus Joghurt, Salz und Zitronensaft essen.

Schnell gings und der Geschmack war gut. Für mich hätten sie etwas mehr Biss haben können, z.B. durch Nüsse oder vielleicht Möhren. S fand sie so gut wie sie waren.

Fritiertes

Zwölf-Gemüse-Tagine mit Couscous und unnötigem Lammkotelett

Langsam lichten sich die Reihen im Wintergemüse… Das heutige Gericht trägt dazu bei und ist inspiriert von einem Rezept aus „Vegetarisch kochen für Gäste“ von Celia Brooks Brown, einem Buch, das es einfach macht, auch größere Parties fleischlos glücklich zu machen. Wenn da nur nicht diese Lammkoteletts mich so angelacht hätten….

Zwölf-Gemüse-Tagine mit Couscous und Lammkotelett

Ich nehme

ca 400g Schmorgemüse (bei mir waren es Brokkoli, Fenchel, Lauch, Möhre, Paprika, Pastinake, Sellerie, Topinambur, Zucchini, Zwiebel)
1 TL Fenchelsaat
1 TL Kumin in ganzen Körnern
ein Schuss Olivenöl.

Gemüsesammlung....

...fertig zum Schmoren

Das Gemüse putze ich und schneide es in grobe Stücke. Dann kommt alles in eine Auflaufform und gart im vorgeheizten Ofen bei 220° ca 40 Minuten vor sich hin (ab und zu umrühren. Die Topinambur-Stücke entnehme ich nach einer Weile, da sie doch ziemlich hart bleiben, und gebe sie mit in die folgende Sauce).

2 Knoblauchzehen, kleingehackt
2 Tomaten, geschält und in Stücken
100g Kichererbsen (aus dem Glas, weil ich wie immer die getrockneten gestern NICHT eingeweicht habe)
3 Trockenfeigen, in Stücken
6 Trockenaprikosen, in Stücken
Saft und Schale von einer Blutorange
150 ml Rotwein
etwas Gemüsesaft
Salz
eine kleine Zimstange
etwas Olivenöl

Knoblauch und Gemüse wird kurz angeschwitzt, dann kommen die flüssigen Zutaten hinzu und das Gemisch kocht in 30 Minuten dicklich ein. Den Gemüsesaft hab ich erst hinterher hinzugefügt, weil mir das Gericht zu trocken vorkam.

Die Sauce

10 Minuten vor dem Ende der Gemüsegarzeit setzt ich

2 kleine Lammkoteletts (à 100g)

in der Pfanne auf und brate sie erst heiß an, dann bei geringer Hitze weiter. Gegen Ende würze ich mit Pfeffer, Salz, Oregano, Thymian.

Zeitgleich kommen

80g Couscous
1 EL Korinthen
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
etwas Safran
etwas Salz
2 EL Kürbiskerne

in 160 ml kochendes Wasser. Den Topf nehme ich gleich von der Platte. Es reicht, wenn der Couscous 10 MInuten vor sich hin quellt.

Nun ist alles zeitgleich fertig und kann auf vorgewärmten Tellern angerichtet werden. Das Gemüsegemisch harmoniert hervorragend mit den fruchtigen Tönen der Zitrus- und der Trockenfrüchte und die Fenchelsaat gibt noch einmal richtige Aromaspitzen dazu.

Die Lammkotelett waren auch gut, aber gebraucht hätten wir sie nicht bei dieser Geschmacksvielfalt. Naja, so klein wie sie waren, bleibt es fast beim vegetarischen Gericht 😉

Rotkohlsuppe

Zum neuen Jahr gibt’s Kühlschrank-Kehraus! Ich entdecke im Gemüsefach

1 Rest Rotkohl (200g)
1 Möhre
1 kleines Stange Lauch (das Weiße)
1 kleines Stück Sellerie
1/2 Bund Dill

außerdem hab ich noch

2 Kartoffeln
100ml vom Rinderjus eingefroren
1/2 Becher Creme Fraiche
eine halbe Handvoll der getrockneten Champignons (hab ich gar nicht erwähnt, ich hab die Pilzwürfel, die von der Champignonessenz (erstellt hier) übrig blieben, getrocknet und aufbewahrt).

Also wie üblich: Suppengemüse klein schneiden, anschwitzen, Rotkohl in dünne Schnitze hobeln, mit etwas Weißwein und 1 Liter Wasser aufsetzen und ca 25 Minuten kochen. Damit es nach was schmeckt, würze ich so:

1 guter TL Fenchelsaat, gemörsert
2 Wacholderbeeren, zerdrückt
4 Pimentkörner, zerdrückt
1 TL Piment d’Espelette
2 EL Apfelessig
gut Salz

Nun schneide ich noch die Kartoffeln und den Dill klein und gebe sie hinzu. Sie kochen in 15 Minuten gar, leider bekommen sie durch den Rotkohl auch eine gräulich-violette Farbe. Der Rotkohl hingegen kocht aus, er wird hellrosa.

Rotkohlsuppe

Geschmacklich gibt es an dieser Suppe nichts auszusetzen, zumal noch ein ordentlicher Klecks Creme Fraiche auf die Teller kommt. Nur die Farbe ist nicht schön. Vielleicht koch ich das nächste Mal doch wieder Rote Bete mit, auch wenn der Rotkohl dann ziemlich untergehen dürfte…