Spaghetti cacio e pepe e porro e pinoli e canella

Endlich komme ich dazu das römische Pastagericht von Jutta nachzukochen – wie es sich gehört mit kleinen Variationen – oder in diesem Fall besser Ergänzungen.

Spaghetti und Lauch

Die Pasta bereite ich genauso zu wie bei Jutta angegeben: Pasta halbgar kochen, dann eine Kelle Nudelwasser in die Pfanne geben und die Nudeln darin weitergaren bei ständigem Umrühren und unter gelegentlicher Zugabe von Wasser, bis sie al dente sind. Durch die beibehaltene Stärke werden sie cremiger als einfach gekocht. Dann kommen Peffer, Öl und geriebener Käse dazu.

250 g Spaghetti
1/2 EL Pfeffer, geschrotet
3 EL Olivenöl
6 EL Pecorino

Da mir die Pasta alleine zu karg war, habe ich Porree dazu gekocht. Die Stangen habe ich geputzt und in 5 cm lange Stücke geschnitten. Die köchelten dann im Wein mit den Gewürzen etwa eine Viertelstunde vor sich hin,

2 Stangen Porree, der untere Teil
ein Glas Weißwein
ordentlich Muskatnuss
1 Messerspitze Zimt
2 TL Zucker
Salz

Dazu noch ein paar geröstete Prinienkerne, fertig ist die Luxuspasta!

Fischauflauf mit Spinat

Fischauflauf ist eine der Leckereien aus WG-Zeiten, an die ich mich später nie mehr so unbekümmert herangetraut habe wie damals. Bekomme ich den Fisch richtig gegart im Auflauf? Wird die Sauce nicht zu dünn? Ist das Ganze nicht nur langweilig mit hellem Fisch, hellem Gemüse und heller Sauce? Trotzdem schwirrt dieses Gericht ab und zu durchs kulinarische Bewusstsein, und jetzt muss es wieder einmal sein. S. hat Silberlachs und Spinat gekauft, während ich in Hamburger Gelfiden weilte, daraus lässt sich so ein Auflauf wohl gut fabrizieren…

Auflauf in der Glasform

Ich koche ein Pfund Kartoffeln als Pellkartoffeln gar, dann dünste ich die Blätter von einem Pfund Spinat (gewichtsmäßig also etwa die Hälfte) mit einer Frühlingszwiebel und zwei Knoblauchzehen und Salz, bis der Spinat zusammengefallen ist. Ich gebe ihn in einen Durchschlag zum Abtropfen und fange die Flüssigkeit auf. Gut ausgedrückt wird der Spinat hoffentlich nicht zu sehr durchtropfen im Auflauf. In die Flüssgikeit gebe ich noch einen Schuss Weißwein und einen halben Becher Sahne, einen Esslöffel Löwenzahnsenf hinein und reibe etwas Pecorino dazu. Die Sauce ist noch nicht so richtig dick geworden, deswegen streue ich noch einen Esslöffel Instantmehl dazu – jetzt weiß ich warum das so heißt. Es lässt sich ohne Klumpen unterrühren.

Inzwischen sind die Kartoffeln gar und ich schichte den Auflauf in eine kleine Jenaer Glasform – ebenfalls noch aus WG-Zeiten. Erst eine Lage Kartoffeln, dann Spinat, darauf streue ich die Blätter von vier Zweigen Bergrosmarin, dann 350 g Silberlachs in Stücken, dann etwas Sauce, dann wieder Spinat, dann wieder Kartoffeln, schön ziegelartig, dann den Rest der Sauce. Das Ganze für 45 Minuten bei 180° in den Backofen.

Die Kruste ist schon mal gelungen…

Kruste

Und nach dem Anstich stellt sich der Auflauf so heraus, wie er sein soll – weich, aber mit Struktur, kein heraus ragender Einzelgeschmack, sondern eine wunderbare Mischung der Aromen, der Fisch nicht zu hart und fast kein Saucenüberschuss 🙂 Die WG lässt grüßen, das gibt’s jetzt wieder öfter!

Fischauflauf mit Spinat

Tagliatelle mit Röstgemüse

Da ich meinem Kühlschrank gerade Diät verpasst habe – er quillt fast über und muss nun endlich mal geleert werden – suche ich mir Zubehör für ein leichtes Abendessen. Ein Rezept aus den Rockies sprach mit neulich beim Blogsurfen an. Geröstete Zucchini, mal was anderes. Ich habe es ein wenig modifiziert, so kommt es mir leichter vor.

Tagliatelle mit Röstgemüse
Zur

Zucchini,

die ich tatsächlich noch in der Gemüseschublade finde, gebe ich außerdem noch dazu

1 kleine Sellerieknolle (faustgroß)
3 Frühlingszwiebeln
1 Stücken durchwachsenen Speck (40 g etwa)
1 halbe Handvoll Estragonblätter
3 Tomaten

naja, so viel hat der Kühlschrank noch nicht abgenommen! Trotzdem belasse ich es dabei.
Zucchini und Sellerie schneide ich in streichholzgroße Stückchen und gebe mit etwas Öl und Salz auf ein Blech mit Backpapier und röste sie im Ofen für ca 25 Minuten bei 200°.

Inzwischen setze ich Nudelwasser auf und blanchiere die Tomaten. Sie werden gehäutet, entkernt und gewürfelt. Der Speck endet in hauchdünnen Scheiben in der Pfanne, wo er zuammen mit den Frühlingszwiebeln bei höherer Hitze anröstet. Kurz vor den Nudeln gebe ich den klein gehackten Estragon dazu.

200 g Tagliatelle

koche ich nach Anleitung und gebe sie zusammen mit den gerösteten Gemüse und den Tomaten in die Pfanne. Schnell auf vorgewärmte Teller und Pecorino darüber gehobelt! Das Röstaroma des Gemüses passt gut zum Estragon. Ein ewnig Olivenöl macht das ganze etwas geschmeidiger, so ist dem Genuss nichts mehr im Wege!

Zum Nachtisch gibt es Sommer-Tiramisu à la Jutta zusammen mit halbgetautem Erdbeereis à la Andreas, alles Reste vom Wochenende. Also noch mehr Kühlschrankdiät, in dieser Kombination ausgesprochen köstliche!

Dinkelspaghetti mit dicken Bohnen und Speck

Schon wieder Spaghetti! Im Sommer ist das ein schönes Gericht, schnell gemacht und man kann leichte Sachen dazu essen. Heute geht es allerdings mit durchwachsenem Speck etwas gehaltvoller zu. Zuerst müssen aber die Bohnen dran glauben, die ja immer einiges an Vorarbeit bedeuten.

Dinkelspaghetti mit dicken Bohnen und Speck

1 kg dicke Bohnen (Kaufgewicht)

Erst muss ich die Kerne aus den dicken, pelzigen Schalen holen. Aufgrund meiner letztjährigen Erfahrungen habe ich sorgfältig darauf geachtet, keine angenagten Schalen zu bekommen. Das hat funktioniert, es gibt keinen Befall in den Kernen. Die Kerne blanchiere ich nun für 2-3 Minuten und schrecke sie dann ab. Nun müssen noch die dicken Häute der Kerne entfernt werden. Mit ein wenig Übung geht das schnell. Man setzt einen kurzen Schnitt auf dem Rücken der Bohne und drückt den inneren Kern nun von unten heraus. So schaffe ich die Schüssel in ein paar Minuten, gerade rechtzeitig, dass das Nudewasser kocht. Es sind nur 180 g netto übrig geblieben!

250 g Dinkelspaghetti

verhalten sich harmlos und kochen wie von den normalen Nudeln gewohnt in 8 Minuten gar. Inzwischen schneide ich

75 g durchwachsenen Speck

in sehr dünne Stücke. Sie werden nur sehr kurz und sehr heiß angebraten, sonst werden sie zäh. Dazu gebe ich

2 Knoblauchzehen, grob gehackt

Nach 4 Minuten kommen die Bohnen dazu und ich reduziere die Hitze auf niedrig. Würzen mit Muskat, Pfeffer, Salz. Die fertigen Spaghetti gebe ich mit in die Pfanne und schwenke sie in der Bratmischung. Jetzt schnell noch

zwei Büschel Rucola

wachen und einmal quer schneiden, dann auf die Teller. Zum Schluss noch

sardischen Pecorino

fein darüberhobeln.

Würzig der Speck mit Knoblauch, die Bohnen kräftig-mehlig und dazu der bittere Rucola und der zerfließene Käse – so müssen Pastagerichte sein!

Les macaroni arabesques

Schnellschnell ein Abendessen nach einer späten Rückkehr aus Hamburg.

Les Macaroni arabesques

gut 200g Maccaroni
1 Rest Lauchstange
4 kleine Knoblauchzehen
4 kleinere Tomaten
2 Eier
2 EL frisch geriebenen Pecorino
1/3 TL Zimt
1/2 TL Piment d’Espelette
Muskatnuss
Pfeffer
Salz

Ich hacke den Knoblauch klein und schneide den Lauch in schmale Streifen, während der Ofen vorheizt und das Nudelwasser heiß wird. Dann die Tomaten kurz ins heiße Wasser, zum Abschrecken. Nun die Maccaroni ins Wasser und 8 Minuten kochen lassen. Währenddessen dünstet der Lauch und der Knoblauch in der Pfanne, die gehäuteten Tomaten gebe ich kleingehackt dazu und schalte die Platte aus. Dann die Gewürze dazu und kräftig abschmecken. Die Maccaroni sind fertig, schnell abgießen und hinein in die Pfanne, einmal durchrühren. Zu trocken! Also rettet wieder ein halbes Glas Gemüsesaft. Nun noch die Eier aufschlagen und mit dem geriebenen Käse verrühren und ab mit dem Nudelgemisch in die Tarteform und Ei/Käse obendrüber! für 15 Minuten bei 200° auf einer oberen Schiene in den Ofen und dann noch einmal 5 Minuten den Grill anstellen. Fertig! Macht sich gut, der Zimt!

Pecorino-Oliven-Brotstangen

S. ist unterwegs und ich sinniere über die Beilage zum heutigen Abendessen. Es soll irgendeine Art von Fisch-Ratatouille geben und ich möchte dazu etwas Würziges machen. Da fällt mir wieder das Buch „Brot für Genießer“ von Richard Bertinet ein.
Da waren doch auch Rezepte mit Oliven drin? Das würde dann ja sogar zum Oliven-Blog-Event passen…

Ja da ist es, was ich suchte. Eine Art Grissini, mit Oliven, Kräutern und Pecorino:

Oliven-Brotstangen

Zunächst produziere ich den Grundteig aus

540g Mehl
10g Hefe
10g Salz
350 ml Wasser

Wie immer am Anfang eher klebrig, aber durch Richards Falt- und Wurftechnik wird ein wunderbar lockerer Teig daraus. Für die Brotstangen brauche ich nur die halbe Menge, die zweite Hälfte verwende ich später für Baguette.

Nun mische ich noch die Füllung

100g schwarze Oliven mit Kern (entspricht 80g ohne Kern)
50g Pecorino, gerieben
5g gemischte Trockenkräuter (ich hatte Rosmarin, Thymian, Majoran, Lorbeer)
1 Zehe Knoblauch, sehr fein gehackt

Die Oliven sind Kalamata vom Münsteraner Markt. Selten hab ich Oliven, die sich so gut entsteinen lassen. Überlicherweise endet das in einem matschigen Gemetzel, diesmal lassen sich die Hälten gut vom Kern lösen.

Die Füllung

Inzwischen ist der Teig genug gegangen, ich mache eine rechteckige Platte von ca 25*20cm und gebe die Oliven-Kräutermischung darauf. Dann ein Drittel einschlagen, andrücken und das zweite Drittel darüberlegen und ebenfalls andrücken. Nun habe ich ein Teigpäckchen von ca 25*10 cm und schneide mit dem Teigschaber senkrecht zur Faltkante Streifen von 2 cm Breite ab. Die sind innen ganz bröselig vom Käse, dem gehe ich entgegen, indem ich die Stücke erst einmal in sich verdrehe. Nun kann ich sie auf Blechtiefe mit der Hand ausrollen und auf das Backpapier auf dem Blech legen. Dort verdrehe ich sie noch einmal weiter. Die 12 Stangen passen gerade auf das Blech, dort gehen sie noch einmal kurz und kommen dann 14 Minuten in den Ofen bei 250°.

Sehr aromatisch sind sie geworden, ich würde das nächste Mal wohl etwas weniger Salz in den Teig geben. Aber zu einer tomatenhaltigen Speise passen sie bestimmt!

Blog-Event LI - Rund um den Olivenbaum - Oliven & Olivenöl (Einsendeschluss 15. November 2009)

Spinat-Ricotta-Cannelloni

Mein Projektteam hat mich versetzt! Statt des geplanten Kneipenabends bin ich nun zuhause und überlege, was ich so unvorbereitet kochen könnte. Für dieses Rezept gibt’s wahrscheinlich keinen Originalitätspreis, geschmeckt hat es trotzdem.

Cannelloni

11 Cannelloniröllchen

passen genau in meine Lasagneform nebeneinander, ich fülle sie mit

300 g Spinat (diesmal TK, da ich keine eigenen Vorräte mehr hatte)
1 Knoblauchzehe, fein gehackt,
200g Ricotta,
50g Pecorino,
ordentlich getrockneter Majoran

Dazu gibt es eine Bechamelsauce aus

3 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
etwas Wasser
Thymian, fein gemörsert.

Die Sauce geht schnell: in die geschmolzene Butter Mehl reinrühren, dann die warme Milch nach und nach zugießen und viel rühren.

Rauf auf die Nudeln, die Sauce, und dann kommen noch

4 gehäutete, entkernte, gestückelte Tomaten
50g Parmesan

obenauf. Für 40 Minuten in den Backofen, bei 200°C. und fertig ist das „Notessen“, dass auch prompt von S. und mir komplett verputzt wird.

Cannelloni von Anfang bis Ende