Kalbsleber mit Curryröstzwiebeln und Walnuss-Kartoffel-Plätzchen

Ein seltener Glücksfall ist eingetreten – Freitag abend früh zuhause und vorher hat die Zeit sogar noch zum Einkaufen gereicht. Der Biomarkt hat frische Kalbsleber – was will man mehr? Die Kombination der klassischen Zutaten Leber, Apfel, Zwiebel, Kartoffel hat mir in dieser Variante gut gefallen.

Kalbsleber mit Curryröstzwiebeln und Walnuss-Kartoffelplätzchen

Doch zunächst gibt es einiges vorzubereiten. Ich koche 400 g mehlige Kartoffeln gar, pelle sie und zerstampfe sie zu Püree. Dazu kommt: Salz, Muskatnuss, gehackte, geröstete Walnüsse (ich habe ca. 10 Stück genommen), ein Eigelb, 2 EL Mehl. Das Gemisch verknete ich zu einem Teig und forme tischtennisballgroße Kugeln. Die ruhen dann erstmal ein wenig.

Nun zur Zwiebel: Ich schneide 1 Gemüsezwiebel in feine Scheiben und gebe sie in einen großen Gefrierbeutel, in den ich 1 EL Curry und 2 EL Mehl gegeben habe. Alles gut durchschütteln, nun sind die Zwiebeln bratfertig. Durch das Mehl werden sie schön braun, der Curry bringt noch einen goldgelben Farbton dazu. Ich brate sie in Portionen in reichlich Sonnenblumenöl, entfette sie auf Küchenkrepp und gebe sie auf einem Backblech bei 90° in den Backofen. Dort bleiben sie bis zum Schluss.

Jetzt kann ich die Kartoffelplätzchen braten. Die Bälle werden zu flachen Scheiben gedrückt (Hände bemehlt, sonst klebt alles fest und braten in Butter braun. Auch sie kommen entfettet in den warmen Ofen.

Der Apfel war ein spontaner Einfall kurz vor Schluss, ich schneide 3 dünne Scheiben von einem großen Boskoop, bestreiche sie mit Zitronensaft und dünste die geschälten Scheiben kurz in einem Weißwein-Honig-Gemisch.

Und last but not least – die Kalbsleber. Wie immer besteht sie aus einem dicken Mittelstück und den dünnen Rändern, daher trenne ich die Ränder ab und gebe sie ein wenig später in die Pfanne. Bei großer Hitze brate ich die Leber zunächst auf der Innenseite an, dann wenden und Hitze runter. Auf diese Weise biegt sich die Leber nicht so sehr und gart gleichmäßig. Nicht zu lange braten! Diesmal gelingt es genau richtig, die Leber ist gar, aber noch rosa.

So soll Kalbsleber aussehen

In den letzten Minuten schneide ich ein paar Rucolablätter in ein rundes Radicchioblatt und mache ein schnelles Dressing aus saurer Sahne, Apfelessig, Senf, ein paar getrocknete Vogelbeeren und getrocknete Apfelstückchen, Pfeffer, Salz.

Das unvermeidliche Foto folgt und dann ein genussvolles diner seulement.

Rührei mit Senfsauce

Der Fischhändler d.V. hat mir eine Senfsauce als Goodie eingepackt – nur will ich sie nicht zum Fisch verwenden. Sie ist dick, senfig, etwas süß und mit einigen Kräutern versehen. Was tun?

Ich habs! Ab damit ins Rührei, 1 EL Sauce pro Ei. Dazu zum Ausgleich der Süße ordentlich Fleur de Sel und ein Schuss Zitronensaft. Das Ei murrt nicht und verhält sich beim Braten normal. Und schmeckt ganz apart…

Rührendes Ei

Süßsaure Hagebutten

Wir hatten ein schönes Wochenende. Das fast noch sommerliche Frühherbstwetter hat uns zum Sammeln verleitet, Berge von Vogelbeeren, Schlehen, Weißdorn, Wildäpfeln und -birnen und eben Hagebutten haben wir nun auf dem Küchentisch. Ein besonderes Rezept sind diese süßsauren Hagebutten. Zum einen schmecken sie ganz hervorragend, wenn sie eine Weile durchgezogen sind. Zum anderen sind sie ausgesprochen aufwändig herzustellen, wie Andrea hier sehr schön beschreibt. Ich sage nur „Juckpulver“…

Süß-sauer, noch ohne Hagebutte

Die eigentliche Zubereitung ist dann einfach:
500 g geputzte Hagebutten werden in 500 g Honig und einem Gemisch aus 3 EL Zitronensaft, 100 ml Apfelessig und 200 ml Wasser kurz gekocht. Je nach Hagebuttenart dauert es unterschiedlich lange, bis die festen Schalen weich geworden sind. Hier geht es mit der Hundsrose diesmal erstaunlich schnell, anscheinend sind sie schon sehr reif gewesen. Die heiße Masse kommt in sterile Gläser und lagert dort bis zum Verbrauch – gerne zu Weichkäse oder gebratenem Wild!

Süß-saure Hagebutten

Auberginen-Tomaten-Suppe mit Basilikumcreme

Es geht weiter mit dem Suppenvergnügen! Ich hatte ja vorgestern geschrieben, dass ich für zwei Suppen eingekauft habe. Ich konnte mich einfach nicht für eine der beiden aus dem Kochbuch Garland’s Lodge entscheiden.

Suppen-Gemüse

Auch diese Suppe ist vegan – wenn man mal von der Creme absieht. Sie bekommt einen sehr würzigen Geschmack dadurch, dass ein Teil des Gemüses zunächst im Ofen geröstet wird. Dazu schneide ich eine kleinere Aubergine in 1 cm dicke Scheiben, ebenso wie eine Speisezwiebel. Dazu kommen noch je eine rote und gelbe Paprikaschote, halbiert und entkernt, sowie 2 Tomaten, halbiert. Das Gemüse gebe ich in den auf 210° vorgeheizten Ofen auf ein mit etwas Olivenöl versehenes Blech und röste das Gemüse für 30 Minuten. Die letzten 5 Minuten schalte ich noch den Grill dazu, so bekomme ich die Schalen von Tomate und Paprika hinterher besser ab (leider verweigert sich der rote Paprika wie immer seiner Häutung, egal, dann kommt er eben so in die Suppe).

Röstgemüse

Parallel zum Röstgemüse schneide ich zwei Karotten, drei Selleriestangen und zwei Knoblauchzehen in Stücke und dünste sie zusammen mit den Gewürzen (1 TL Salz, 1 TL Majoran, 1 TL Thymian, 1/4 TL Cayennepfeffer, 1 TL gemörserte Koriandersamen, eine Handvoll Basilikumblätter) eine Viertelstunde in etwas Olivenöl weich. Dann kommt das Röstgemüse in den Topf, zusammen mit 1,5 Liter Wasser und köchelt eine Dreiviertelstunde vor sich hin. Ab mit dem Zauberstab in die Suppe – langsam gewöhne ich mich an diese pürierten Suppen – und kräftig zerhäckseln. Abschließend noch einmal ordentlich salzen und mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Nun braucht es nur noch die Creme. Ich nehme noch ein wenig Zitronensaft, eine Handvoll Basilikumblätter, grob zerkleinert, und 2 TL Schmand, die ich zunächst wieder mit dem Zauberstab püriere bis die Creme grünlich wird. Dann kommt noch ein halber Topf Schmand und etwas Salz dazu, mit dem Löffel untergerührt.

Ab mit der Suppe auf den Teller, einmal schnell durchs Fotostudio und schon wieder ist Suppenglück.

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

So langsam kann man meine Baustelle wieder als Wohnung identifizieren und vor allem auch den Raum ausfindig machen, der einmal die Küche werden soll. Auch wenn der geplante Endausbau noch lange nicht erreicht ist, bin ich zumindest wieder weitgehend arbeitsfähig – wer mal von Induktion auf Gasherd „downgegradet“ hat, weiß, wovon ich rede…

Deswegen bleibt heute die Küche kalt und ich gönne mir ein Experiment mit Rosenkohl. Ein aus meiner Sicht durchaus gelungenes, so dass ich Euch am Ergebnis teilhaben lassen möchte.

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

Ich nehme für eine kleine Portion 15 Rosenkohlköpfe, die ich erst putze und dann entblättere. Die Blätter blanchiere ich 2-3 Minuten in Salzwasser, schrecke sie ab und tupfe sie trocken. Dann mariniere ich sie in einer Vinaigrette aus 1 EL Zitronensaft, 1 EL Apfelessig, 1 EL Apfelsaft, 2 EL Walnusskernöl, Salz, Pfeffer, Muskat. Was Fruchtiges soll in den Salat. Erst weiche ich ein paar getrocknete Sanddornbeeren in etwas Apfelsaft ein – nicht schlecht. Aber dann entdecke ich noch die Passionsfrucht im Kühlschrank. Viel besser! Der Apfelsaft scheidet aus. Ich gebe den Inhalt der Passionsfrucht zum Salat, samt Kernen. Abschließend hebe ich noch 4 grob gehackte Walnusskerne und 2 EL klein gewürfelten Feta darunter. Fertig ist der Salat. Eine schöne Kombination, kann auch gut als Vorspeise durchgehen. Blue Cheese oder Mozzarella betonen die Würze des Salats mehr bzw. weniger als in meiner Variante.

Dazu passt Dinkeltoast mit Rumschlehenbutter. Eine nette Verwertung der ausgezogenen Schlehen aus dem Schlehenlikör: 4-5 Schlehen aus dem Glas fischen (gar nicht so einfach…) und entkernen, dann klein hacken. mit 2 EL Butter und einem Schuss Schlehenlikör vermischen, eine Prise Fleur de Sel dazugeben und das Ganze auf den Toast streichen.

Ein Beitrag für:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Bunter Gemüse-Couscous mit Zucchinistreifen

Schon wieder ein Schnellgericht nach der Dienstreise. Im Moment bin ich viel unterwegs, da kommt es mir zugute, immer ein paar Vorräte im Haus zu haben, die ein kurzentschlossenes Abendessen ermöglichen.

Bunter Gemüse-Couscous mit Zucchinistreifen

Schnell ein paar Gemüsewürfel herstellen: 1 Fenchelknolle, fein gewürfelt, 2 Möhren, fein gewürfelt, 3 kleine Knoblauchzehen, sehr fein gewürfelt. Nun nehme ich ein Glas Couscous und lasse es kurz in der doppelten Wassermenge aufkochen. Dann quillt es 10 Minuten. In der Zeit brate ich die Gemüsewürfel in etwas Olivenöl knackig-gar und würze mit Thymian, Salz, rotes Schalotten-Confit (ich habe am Sonntag die doppelte Menge gemacht. wer das nicht hat, nimmt einfach eine Zwiebel und etwas Zucker dazu) dann kommt alles in den Couscous.

3 kleine Zucchini schneide ich mit dem Trüffelhobel in lange, schmale Streifen und brate sie in 2 EL Traubenkernöl kurz und heiß. Dann kommt noch etwas fein geriebene Zitronenschale auf die Zucchini und 2 EL Zitronensaft in den Coucous.

Kurz und gut!

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Linsen-Kichererbsen-Radieschen-Avocado-Salat

Ach ja, die Salate vom gestrigen Picknick… Wer Zugang zum XING-Kochclub hat, findet dort die Rezepte der anderen Teilnehmer. Meine hier.

Linsen-Kichererbsen-Avocado-Radieschen-Salat

Zwei Rezepte habe ich dazu genutzt. Der Kichererbsensalat ist aufgrund des Posts von Steph zustandegekommen. Feine Kombination, auch wenn ich den Avocadoanteil deutlich erhöhen würde 😉

Der Linsensalat war noch einfacher:

250 g Belugalinsen (die kleinen schwarzen)

Dressing aus

Saft von 2 kleinen Zitronen
3 EL Olivenöl
3 Frühlingszwiebeln
1 TL gemörserter Kreuzkümmel
Pfeffer
Salz

Anrühren, über Nacht stehen lassen. Dann kurz vor dem Servieren

10-12 Radieschen

in kleine Stücke schneiden und untermischen.

Aber am besten haben mir die Reste heute geschmeckt. Zusammengegeben, mit einer zusätzlichen Avocado. Lecker!

Nachmittagsgenuss – Birnen-Bohnen-Gelee mit Speck

Heute kochen wir mit Freunden! Beim freitäglichen Einkauf auf dem Biomarkt habe ich spontan ein paar dicke Bohnen mitgenommen, weil die bei unseren Gästen vorab auf Stirnrunzeln stießen. Dabei sind dicke Bohnen so lecker! Da hilft nur Begeistern durch Probieren lassen… Einen Plan hatte ich in dem Moment noch nicht, nur ein Amuse Gueule sollte es werden.

Birnen-Bohnen-Gelee mit Speck

Nach dem Putzen zuhause blieb nur noch

eine Handvoll gepalte dicke Bohnen

übrig. Die hab ich schnell in 3 Minuten blanchiert, abgeschreckt und abgetropft, dann in Butter noch ein paar Minuten weiter gekocht. Wieder abgetropft. Zeitgleich koche ich

1 mittelgroße Kartoffel, klein gewürfelt
100 ml Hafercreme (Sahneersatz, ein Experiment von S. Sahne tut es auch)
2 Zweige Bohnenkraut
etwas Wasser

zusammen zu einer bechamelartigen Masse und gebe die Bohnen dazu. Das Bohnenkraut kommt raus, es hat sein Aroma gut abgegeben. Jetzt noch schnell

1 Blatt Gelatine

auflösen und in die warme Masse geben, dann alles in Portionsgläser füllen und fest werden lassen.

Nun zum Birnengelee. Ich püriere

eine geschälte Birne
3 EL Birnendicksaft
Saft von 1/2 Zitrone
100 ml Wasser

mit dem Zauberstab und erwärme die Masse leicht. Hier gebe ich

3 Blatt Gelatine

hinzu und gieße den warmen Brei in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte flache Schüssel, so dass ein ca. 1cm dicker Spiegel entsteht. Das Gelee schmeckt ordentlich nach Birne und wird über Nacht fest.

Am nächsten Tag nehme ich

4 dünne Scheiben geräucherten Schinkenspeck

und trockne sie im Ofen bei 75° ca 90 Minuten.

Das Birnengelee schneide ich in Würfelchen und gebe sie zusammen mit dem Speck auf die fest gewordene Bohnen-Kartoffelmasse. Die sollte 2 Stunden vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden!

Mal sehen, ob ich damit Überzeugungsarbeit leisten kann…

Bohnen ohne Speck

Unmotiviertes Gemüsecurry mit interessanten Austernpilzen

Es ist immer noch heiß… Heute bin ich nicht so richtig in Kompositionsstimmung, ein paar asiatisch anmutende Zutaten im Kühlschrank (Chinakohl, Möhren, Ingwer, Knoblauch) verdichten sich zu einem Gemüsecurry, dazu gibt es Reis. Interessant wird es erst, als ich ein Thairezept wieder ausgrabe, was ich lange einmal wieder machen wollte.

Unmotiviertes Curry mit Austerpilzen

300 g Austernpilze

dämpfe ich in einer Schüssel, die ich in einem großen Topf mit Wasser auf ein paar Tafelmessern als Abstandhalter platziert habe, in 10 Minuten weich („glibberig“ sagt S.) Dann mariniere ich sie, noch in der Schüssel im Topf liegend, in dieser Würzsauce:

1 EL Zitronensaft
1 EL Fischsauce
1 EL Sojasauce
1/2 TL Piment d’Espelette
1/2 TL Zucker
Das Grüne einer Frühlingszwiebel, in Ringen
einige kleine Minzblättchen
ein paar rohe Tomatenwürfelchen

das geht schnell und schmeckt interessant – die Fischsauce, die ja pur kaum zu geniessen ist, verbindet sich hier zu einer aromatischen Kombination. Trotzdem vermutlich nichts für Zartbesaitete. Ich mach einen Deal mit S. – sie bekommt die Möhrchen aus dem Curry, ich dafür ihre Pilze.

Ein Landwochenende ist vorbei

Wie angekündigt, war dieses Wochenende ein Sommerfest mit Freunden in Tornow/Dosse unser Ziel. Das kleine Dorf in der Nähe von Kyritz und sein charmant-unlackierter Gutshof beherrbergt uns nun immerhin zum fünften Mal, jedesmal mit um die 40 Leuten, vom Kleinkind bis zum Rentner sind alle Generationen vertreten.

Gutshaus in Tornow

Gutshof Tornow

Die hochsommerlichen Temperaturen ließen nicht viele Aktivitäten zu. Rumhängen im Schatten der Hofbäume, selbstgemachtes Eis essen, grillen, Fußball gucken (Schland besiegt den Angstgegner Argentinen 4:0) und Schwimmen im Baltikower See stand auf dem Programm. Während des Fußballspiels war alles verwaist:

Fußball...

Ich hab den Fehler gemacht, meine Eismaschine mitzunehmen 😉 Also jede Stunde einmal in die Küche unserer Ferienwohnung und Joghurt mit allerlei interessanten Dingen mischen, in die Eismaschine füllen und nach 60 Minuten in homöopathischen Portionen an die heiß-Hungrigen verteilen. Zum Glück hatte ich einen fleißigen Küchenchef, der Sohn von Freunden war mit Begeisterung bei der Produktion dabei und hat bei der Sortenwahl kräftig mitgemischt. Holunderblütensirup, Erdbeer, Nutella, Banane-Orange und Sauerampfereis sind so entstanden, letzteres das Highlight des Samstags. Daher will ich das Rezept hier nicht vorenthalten:

Sauerampfereis

Eine Handvoll Sauerampferblätter
500 g Biojoghurt, 3,7%, cremig
100 ml Holunderblütensirup

Die Blätter befreie ich von der dicken Mittelrippe und putze sie sorgfältig. Dann mit dem Zauberstab zusammen mit dem Holunderblütensirup pürieren. In den Joghurt rühren und für 60 Minuten in die Eismaschine geben.

Das weitere Essen fiel dem Ambiente entsprechend rustikal-einfach aus. Gegrilltes Wollschweinfleisch und -würstchen, direkt von den Tieren des Hofs, sind immer wieder eine wunderbare Alternative zur Standardkost aus dem Supermarkt. Genug Gemüse gabs zum Leid der echten Griller, aber es passte gut bei der Hitze. Auch der Bierkonsum hielt sich in Grenzen, bei 35 Grad trinkt man doch gerne auch mal ein Wasser…

Grillen am Freitag

Mariniertes Gemüse zum Grillen

Da zum Gutshof auch ein verwilderter Lenné-Park samt Gutskapelle gehört, konnte ich mich auf dem Gelände auch mit Wildkräutern versorgen. Es gab genug Vielfalt zum Üben von Pflanzenbestimmung und auch für den Salat, den ich für Samstagabend noch zubereit habe. Man sieht ihn hier im Bild, er war schnell weg…

Grillen und Salat

Kartoffel-Avocado-Wildkräutersalat
1.5 kg Kartoffeln
2 Avocados
2 kleine Zwiebeln
1 Zitrone
1 gute Handvoll Wildkräuter (hier Giersch, Löwenzahn, Knoblauchsrauke, Gundermann)
100 ml Weißwein
Olivenöl
Senf
Pfeffer
Salz

Die Kartoffeln koche ich als Pellkartoffeln gar. Währenddessen erhitze ich den Weißwein und gebe die in sehr dünne Ringe geschnittenen Zwiebeln und Salz dazu und koche die Zwiebeln kurz, bis sie nicht mehr scharf, aber noch ein wenig knackig sind. Etwas abkühlen lassen, Zitronensaft und Olivenöl dazu, letzteres etwa eine Tasse. Die Kräuter putze ich gut und schneide sie in schmale Streifen. Sie kommen in die Vinaigrette, die gebe ich über die noch warmen Kartoffeln und lasse das Gemisch für 1 Stunde durchziehen. Dann pfeffern, salzen, und den Senf dazugeben, ich nehme ca 1 guten EL.

Dann schäle ich zwei weiche Avocados und schneide sie in grobe Stücke, die kommen vorsichtig in den Salat, dem es nichts macht, wenn er ein wenig zerfällt. Noch einmal mit Salz, Pfeffer, Zitrone abschmecken. Ein wenig Giersch habe ich in ganzen Blättern für die Dekoration übrig gelassen, sie kommen abschließend oben auf den Salat.

am Bioladen

Der Vorteil der hohen Temparaturen zeigte sich abends. Bis spät konnten wir gut draußen sitzen, das Cafe am Bioladen war zur Leseecke umfunktioniert, und wir vergnügten uns nach dem Essen im Dunkeln mit fotografischen Lichtmalereien, wo auch das kochessenz-Bild entstand – praktischerweise bin ich Linkshänder, so fiel es mir nicht schwer, in Spiegelschrift zu schreiben!

Lichtmalerei I

Lichtmalerei II

Und ein kleines Mitternachtsfeuer darf natürlich auch nicht fehlen, zumal die Bar bis zum Schluss besetzt war.

Mitternachtsfeuer

Bar und Grill

Zum Sonntagsfrühstück gab es den traditionellen Marmeladentausch – zu bestellten Brötchen brachte jeder seine selbstgemachten oder gekauften Marmeladen mit, die dann die Runde machten. Erdbeermarmelade, Holunderblütengelee, Traubengelee, Mirabellenkonfitüre, Stachelbeerkonfitüre – alles haben wir mit Begeisterung getauscht 😉 Aber auch Obst und Müsli gab es in vielen Varianten.

Gesundes zum Frühstück

Und schon ist das Wochenende wieder vorbei – schade, man kommt nur kurz zur Ruhe an diesem zeitlosen Ort. Aber in der Erinnerung bleibt er wach, bis zum nächsten Jahr!

Kinderkutsche